Das aktuelle Wetter Hagen 14°C
Pastoralverbundreform

Die katholische Kirche strukturiert sich neu

11.01.2010 | 07:00 Uhr

Jetzt ist es amtlich: Die kath-olischen Kirchengemeinden Hagens werden bis spätestens 2015 umorganisiert.

Die 26 Pfarreien des Dekanates Hagen-Witten sind heute in neun Pastoralverbünde zusammengefasst, in fünf Jahren sollen es nur noch 4 sein. Davon befinden sich drei auf Hagener Stadtgebiet.

Die Planungen zur Neuordnung liefen seit gut einem Jahr. Im Advent 2009 forderte der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, die Laien dazu auf, ihre Ideen einzubringen: „Hierbei ist mir auch weiterhin Ihr Mitdenken und Ihre Mitarbeit wichtig”, schrieb ihnen der Bischof.

Wie weit sich die Planer des Erzbistums auf diesen Dialog eingelassen haben, lässt sich nur erahnen: Zum 1. Januar 2009 erließ Becker ein sogenanntes „Zirkumskriptionsgesetz”, das die neuen Grenzen festlegt. Die für die Hagener Gemeinden geschaffenen Fakten entsprechen haargenau den ersten Entwürfen aus Paderborn, die die Westfälische Rundschau bereits am 4. April 2009 abdruckte.

Die sinkende Zahl von Katholiken und gleichzeitiger Priestermangel führten im Jahre 2000 dazu, Gemeinden zu Pastoralverbünden zusammenzufassen. Während die einzelnen Pfarreien finanziell und rechtlich unabhängig bleiben, teilen sie sich die Seelsorger. Außerdem sollen sie ihre Gruppierungen, wie zum Beispiel Chöre, Messdiener oder Arbeitskreise, zusammenwirken.

„In den vergangenen knapp zehn Jahren”, so schreibt der Erzbischof im Vorwort seines Gesetzes, „haben sich nun die Veränderungsprozesse in der Gesellschaft wie in der Kirche dramatisch beschleunigt”. Daher müssten die „pastoralen Räume” vergrößert werden. „Eine einfache Überführung der bisherigen pastoralen Praxis auf die neue Größe hin ist nicht möglich!”

Verbundsleiter sitzen in Boele,

im Klosterviertel und in Mitte

Neue Wege müssen die Gemeinden bis zum 31. Dezember 2015 finden. Spätestens dann gibt es nur noch drei Pastoralverbünde in Hagen (siehe Schaubild). Bis zur Verfügung konkreter „Umsetzungsakte” bleiben die derzeitigen Pastoralverbünde bestehen.

Diskussionen gibt es um die Entscheidung, in welchen Gemeinden die Pastoralverbundsleiter ihren Sitz haben sollen. Das Paderborner Gesetz legt St. Johannes (Boele), St. Elisabeth (Klosterviertel), und St. Marien (Mitte) fest.

Das Dekanat Hagen-Witten wird am Donnerstag Stellung zu der Neuordnung und möglichen Vorteilen beziehen.

Christoph Rosenthal

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2367969/create

Aktuelle Fotos und Videos
Von Bentley bis Porsche
Bildgalerie
Oldtimerfahrt
Eintracht schlägt Sölfingen
Bildgalerie
Handball
Feuerwehr-Übung in Hagen
Bildgalerie
Jugendfeuerwehr
Dachstuhlbrand in Hagen
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Kreisel in Haßley eröffnet
Verkehr
Der fünfarmige Kreisel auf Haßley nahe an Autobahn-Anschlussstelle Hagen-Süd wurde nach achtmonatiger Bauzeit für den Verkehr freigegeben
Gaunerei bei der Hagen-Info
Gericht
Eine Mitarbeiterin der Hagen-Info soll in die Kasse der städtischen Tochter gegriffen haben. Vor dem Arbeitsgericht kämpft sie gegen ihre Entlassung.