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Durch Zufall in Indien - Studentin Lizzy Geble aus Hagen dreht Filme über die Menschen

04.01.2013 | 10:00 Uhr
Lizzy Geble aus Hagen fotografiert und filmt derzeit in Indien für die Unesco.Foto: Lizzy Geble

Hagen/Hyderabad.  „Als ich bei der Westfälischen Rundschau angefangen habe, war ich ja noch ein Küken“, erinnert sich Lizzy Geble an ihre ersten journalistischen Gehversuche in der WR-Jugendredaktion Youread. Diesen Status hat die heute 23-jährige Hagenerin längst hinter sich gelassen: Aktuell ist sie im Rahmen eines Praktikums für den Unesco-Lehrstuhl „Community and Media“ an der Uni in Hyderabad in Indien tätig. Dort dreht sie Filme in denen engagierte Menschen porträtiert werden.

Dass es Lizzy Geble nach ihrem Studium des Technischen Journalismus nun ausgerechnet nach Indien verschlagen hat, ist eher dem Zufall geschuldet. „Warum bin ich ausgerechnet in Indien ? Die Frage war eher: Welches Land mache ich zuerst“, erläutert die reiselustige junge Frau ihre Entscheidung. „Aber die Menschen, Farben und Traditionen kennenzulernen war der größte Reiz.“

Lizzy Geble hat nach dem Abitur 2009 Hagen verlassen und ist für ein „Work-and-Travel-Jahr“ durch Australien gereist. Für damalige Mitstreiter in der Jugendredaktion kam das überraschend. Zwar wurde Geble stets als offen eingeschätzt, aber eben auch als zufrieden im Hier und Jetzt. Geble selbst siehts gar nicht mal anders: „Ich bin eine zufriedene Studentin.“ Aber eben auch gerne unterwegs...

Für das Fotografieren und Filmen interessiert sich die Hobby-Kletterin schon seit zehn Jahren. „Ich habe das Fotohandwerk von meinem Opa gelernt und zwar in dessen Keller“, erzählt Geble, die natürlich mittlerweile digital arbeitet.

Subkontinent Indien

Die vielen verschiedenen Kulturen, Sprachen und Traditionen machen es wirklich schwierig, Indien als ein Land zu bezeichnen. Man könnte nicht sagen: die Inder in Indien. Das wäre so, als ob man zu uns Deutschen Europäer sagen würde,oder zu Ägyptern Afrikaner. Jeder fühlt sich seinem Staat angehörig. Fangen wir mal mit der Sprache an. Im Zensus 2001 zählte die Regierung 122 Sprachen; von den Hunderten von Dialekten mal ganz abgesehen. Hindi und Englisch zählen zu den Amtssprachen und allein Hindi hat rund 200 verschiedene Dialekte. Kurz um: Es herrscht ein Kommunikationsproblem in Indien. Also wird sowieso meist nur Englisch gesprochen. Und selbst da sind die Akzente so verschieden, dass selbst die Inder sich untereinander nicht verstehen und Übersetzer brauchen.

Lizzy Geble aus Hagen fotografiert und filmt derzeit in Indien für die Unesco.Foto: Lizzy Geble

Was man bei der Sprache merkt, macht sich auch in anderen Bereichen der Kulturen breit. Jeder der 28 Staaten hat verschiedene Traditionen, Bräuche und vor allem verschiedene Menschen. Je nördlicher man kommt, desto heller wird die Haut und je ähnlicher sind die Inder den Nepalis und Chinesen. Die Kulturen verstehen sich teilweise nicht untereinander und hier in Hyderabad treffen alle möglichen, verschiedenen Menschen zusammen. Man sieht aber, dass sich Gruppen aus den nationalen Bereichen zusammenschließen. (lizzy)

Kommentare
14.02.2015
01:09
Durch Zufall in Indien - Studentin Lizzy Geble aus Hagen dreht Filme über die Menschen
von kpbierie | #8

An den Administrator:
die Dame hat garantiert schon ihr Studium beendet und geht bald in Rente.
Solange sehe ich ihren Beitrag schon. Könntet ihr da...
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Durch Zufall in Indien - Studentin Lizzy Geble aus Hagen dreht Filme über die Menschen
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2013-01-04 10:00
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