Die Besitzer von fliegenden Fahrgeschäften haben Sorgen

Bedrohte Fahrgeschäfte. Klar, die spektakulären Fahrgeschäfte auf einer Kirmes machen am meisten Spaß. Kopfüber durch die Luft sausen, Loopings fahren, durchgeschüttelt werden, fliegende Teppiche, Schiffschaukeln, Breakdancer – es gibt so viele Attraktionen, auf die vor ­allem Kinder stehen. Schön ist das auch für die Besitzer der Fahrgeschäfte, weil sie ja auch besser verdienen, wenn mehr Menschen auf ihren Attraktionen mitfahren.

Doch jetzt haben die Schausteller, wie diese Menschen genannt werden, ein Problem. Denn bislang wurden ihre Fahrgeschäfte immer nach Regeln überwacht, die die Schausteller seit Jahren kannten und die auch nicht dafür gesorgt haben, dass es Sicherheitsprobleme mit den Fahrgeschäften gab. Die neue Norm, die jetzt aber aufgelegt wurde, verlangt noch viel, viel strengere Sicherheitsrichtlinien.

Klar, die Schausteller haben kein Pro­blem mit noch mehr Sicherheit. Daran ist ihnen ja auch gelegen. Aber wenn ältere Fahrgeschäfte plötzlich umgebaut werden müssen, dann kostet das nicht so viel wie bei einem Auto, sondern gleich Hunderttausende Euros. Deshalb fordern die Schausteller: Neue Anlagen sollen nach der neuen Richtlinie geprüft werden. Aber ältere Anlagen sollten weiterhin die Ausnahme bleiben und nach alten Regeln bewertet werden. Das nennt man Bestandsschutz. Um den zu kriegen, müssen die Schausteller erstmal vor Gericht gewinnen. Foto: Michael Kleinrensing