„Diakonie in Südwestfalen steht zum Haus“

Ursula Göbel (54) hat zum 1. Januar  die Aufgaben einer Geschäftsführerin des Elseyer Krankenhauses übernommen.
Ursula Göbel (54) hat zum 1. Januar die Aufgaben einer Geschäftsführerin des Elseyer Krankenhauses übernommen.
Foto: WP

Elsey..  Ein neuer Leitender Direktor für das Flaggschiff „Sucht“ (Dr. Bodo Lieb); mit Dr. Eberhard Soennecken ein weiterer anerkannter Chefarzt für die Innere Medizin (Schwerpunkt Kardiologie) und mit Ursula Göbel eine neue Geschäftsführerin: Mit diesen personellen Veränderungen und somit Ergänzungen des bisherigen Angebotes hat die Diakonie in Südwestfalen zum Jahreswechsel ein klares Bekenntnis zum Elseyer Krankenhaus abgegeben und somit eine deutliche Botschaft an die Belegschaft und insbesondere an die Bevölkerung gerichtet. „Wir stehen zu diesem Haus.“

Deshalb sieht Ursula Göbel (54) der neuen Herausforderung mit Freude und Anspannung entgegen. „Ich habe nicht lange überlegen müssen“, versichert die gebürtige Rheinländerin, „als Diakonie-Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer mich gefragt hat, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte.“

Ausbildung bei der Deutschen Bank

Denn die Diakonie in Südwestfalen ist für die Finanzexpertin, die im Jahr 1976 eine Ausbildung bei der Deutschen Bank in Düsseldorf begonnen und diese im Jahr 1979 abgeschlossen hat, ein zuverlässiger und seriöser Partner. Solingen-Ohligs, Bocholt, Neuss, Berlin und Köln waren zunächst die Stationen ihres beruflichen Werdeganges, der sie im Jahr 1999 nach Freudenberg ins Krankenhaus Bethesda und somit zur Diakonie in Südwestfalen führte. Seit dieser Zeit kennt und schätzt Ursula Göbel die fachliche Kompetenz von Dr. Josef Rosenbauer.

Jetzt möchte dieses Duo mit den qualifizierten Ärzten und dem motivierten Personal in einer immer schwieriger werdenden Krankenhauslandschaft die Zukunft des Hauses gemeinsam gestalten.

Dazu sollen die Leistungen in der Chirurgie stabil gehalten, die der „Sucht“ und der Inneren Medizin ausgebaut werden. „Hier gibt es noch Entwicklungspotenzial“, so die studierte Betriebswirtin des Fachbereiches Gesundheitswesen, die natürlich weiß, dass sich die durch die personellen Ergänzungen entstehenden Mehrkosten refinanzieren müssen. Und auch in die EDV-Technik des Hauses wird in den kommenden Monaten investiert, um zukünftig besser mit der Diakonie in Siegen kommunizieren zu können.

Wohnort ist Ruppichteroth

Gleichwohl wird die in Ruppichteroth im Rhein-Sieg-Kreis wohnende neue Geschäftsführerin („die Fahrzeit nach Elsey beträgt ca. 75 Minuten“) sich den Mittwoch für Gespräche in Siegen freihalten. Diese werden sich in den kommenden Wochen auch über einen Ausbau der Kooperation mit dem evangelischen Krankenhaus Bethanien in Iserlohn beziehen. Bekanntlich sucht die Diakonie Mark-Ruhr nach einem neuen Modell, um dieses evangelische Haus zukunftsweisend aufzustellen. Möglicherweise entwickeln sich deshalb daraus für beide Seiten neue Perspektiven und somit eine Win-Win-Situation.