Der schwierige Weg zum Zirkusartisten

Luftakrobatik ist ein Kraftraubender Sport.
Luftakrobatik ist ein Kraftraubender Sport.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Durch den Hagener Urlaubskorb sind mehrere Teilnehmer auf die Luftakrobatik-Teststunde im „MStage Tanz- und Bewegungscenter“ an der Eilper Straße aufmerksam geworden.

Eilpe.. Steffi Compernaß-Krinecki nimmt einen großen Schluck aus ihrer Wasserflasche. Eine knappe Stunde anstrengender und schweißtreibender Körperarbeit liegt hinter der Mendenerin. „Ich dachte vorher, ich wäre stark. Jetzt bin ich eines Besseren belehrt worden.“

Durch den Hagener Urlaubskorb ist sie auf die Luftakrobatik-Teststunde im „MStage Tanz- und Bewegungscenter“ an der Eilper Straße aufmerksam geworden. Auch wenn Compernaß-Krinecki mit ihren Kräften nach der Schnupperstunde fast am Ende ist, so hat es ihr „tierisch viel Spaß gemacht“. Zusammen mit vier weiteren Akrobatik-Neulingen hat sich die Mendenerin am Vertikaltuch, am Ring und am Trapez probiert. Alles unter Anleitung von MStage-Inhaberin Mona Stöcker und ihrer Trainingsgruppe.

Tücher, Trapez oder Ring

Mara Kosic hatte ihre Freundin aus Menden nach Hagen begleitet. Auch die Iserlohnerin hatte sich ein wenig mit dem Luftakrobatik-Fieber infiziert. „Diese Übungen sind für die Körperspannung richtig gut. Man merkt einfach, welche Muskeln besser trainiert werden sollten. Und dass ich mehr Sport machen sollte.“ Dabei sieht es von außen betrachtet so einfach aus, wie Mona Stöcker in den Tüchern, am Trapez oder am Ring unterschiedliche Figuren darstellt. Und die Teilnehmer zum Nachmachen ermuntert.

Ehrgeiz und Neugierde nötig

Ganz so simpel ist die Luftakrobatik, den meisten Menschen wohl aus dem Zirkus bekannt, aber nicht. „Das ist schon ein ziemlich anstrengender Sport, bei dem fast alle Muskelgruppen beansprucht werden. Man glaubt gar nicht, wie viel Kraft vor allem in den Händen benötigt wird. Zudem ist es für die Mobilität der Gelenke sehr gut“, so Mona Stöcker. Doch wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Theoretisch könne jeder Luftakrobatik machen, so Stöcker, man müsse dafür „nur“ ehrgeizig und neugierig sein. So wie zum Beispiel Christopher Brall. Der einzige männliche Teilnehmer schlägt sich bei seinem Akrobatik-Debüt mehr als ordentlich. „Das war richtig klasse. Ich glaube, mir gelingen die Übungen schon ganz gut, vielleicht bin ich ein Naturtalent“, sagt der Hagener mit einem Lächeln.

Auch wenn der Anfang für alle schwer ist. Doch schnell sind erste Bemerkungen wie etwa: „Um Gottes Willen“ oder „Wie soll das denn gehen“, wieder vergessen. Mit etwas Mut und Übung kann eben Jeder Luftakrobatik machen. Der Spaß, das haben die fünf Teilnehmer bewiesen, kommt dann von ganz allein.