Der "Pott" und die weite Welt
13.08.2009 | 18:10 Uhr 2009-08-13T18:10:00+0200Brigitta Willer, Vorsitzende des Autorenkreises Ruhr-Mark, hat jetzt ihr drittes Buch im Laufe von fünf Jahren herausgebracht. „Pott und die Welt” ist der Titel und beinhaltet Kurzgeschichten aus dem Revier und dem Rest der Welt, so von Fernreisen abseits der Routen des Baedekers.
Aus ihren „Pott”-Geschichten mit Augenzwinkern, von denen die WR vorab einige veröffentlichen durfte, hat die Wehringhauser Autorin für das Buch die besten ausgewählt. Die wurden kurzfristig noch einmal überarbeitet und zusammengefasst. Es sind sieben Kurzgeschichten, die im Ruhrpott spielen. Da gibt es die mit dem Büdchen, dem „Herz” eines Stadtviertels, die wundersam ausgehende Begegnung mit Neonazi-Glatzen oder die Kaffeefahrt, in der sich Senioren erfolgreich wehren. Neben den schon veröffentlichten Stories - so auch in einer Anthologie des Autorenkreises - gibt es ganz neue. „Die sind erst vor vielleicht vier Wochen aus der Feder gekommen”, sagt Brigitta Willer. Nun ja, mit der Feder schreibt sie schon lange, lange nicht mehr. „Ja, die gehen gleich in den Computer, erst einfach nur die Gedanken, dann wird sortiert und viel gestrichen.”
Ebenso humorvoll und mit einem kritisch-liebevollen Auge sind die Kurzgeschichten über die Erlebnisse bei Fernreisen geschrieben, die sie und ihr Mann meist abseits der organisierten Routen machen. „Reisen, das ist ein ganz großes Hobby”, sagt die Lehrerin im Ruhestand. In diesem Jahr lief und läuft das mit dem Reisen etwas anders. „Zum ersten Mal seit 30 Jahren machen wir keine große Reise ins Ausland. Aber wir sind gewandert, und jetzt geht es an die Ostsee”, sagt die Autorin. Neben dem Schreiben und Reisen ist das bürgerschaftliche Engagement eins ihrer Hobbys. Das lebt sie seit langem bei der Freiwilligenzentrale aus, für die sie federführend jetzt die Bürgerfunkreihe Cafe´ Dialog macht.
„Pott und die Welt”, cenarius Verlag, Hagen, 12,80 €.
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