Der nasseste Monat aller Zeiten
03.09.2007 | 10:31 Uhr 2007-09-03T10:31:12+0200Hagen. (wp) Während in den beiden Vorjahren der August im Vergleich zum langjährigen Monatsmittel bei der Temperatur deutlich zu frisch ausfiel, ermittelte die Wetterstelle am Eugen-Richter-Turm in diesem Jahr nur ein geringes Wärmedefizit. Dafür gab es i
Insgesamt war der August von einem stetigen Wechsel von kühlen und wärmeren Abschnitten geprägt. Das Tagesmaximum am 6. des Monats brachte mit 31 Grad einen Tropentag; außerdem wurden drei Sommertage mit 25 Grad und mehr notiert. Bei einem Drittel der Tage blieben die Höchsttemperaturen unter der 20-Grad-Marke. Das Monatsmittel lag mit 17,2 Grad nur 0,7 Grad unter dem langjährigen Soll.
Der Niederschlagsrekord spiegelte sich zum Teil mit katastrophalen Auswirkungen wider. Bis zum 22. des Monats führten drei Starkregen-Ereignisse zu Überschwemmungen im Stadtgebiet. Schon am Abend des 6. August fiel in einem Zeitraum von nur 1,5 Stunden die Rekordmenge von 98,3 Millimetern Regen. Damit wurde die langjährige monatliche Durchschnittsmenge von 84,5 Millimetern bereits überschritten. Diese in einem kurzen Zeitraum gefallene Menge wird anschaulicher, wenn man sich 98 Liter pro Quadratmeter bzw. ein Zehntel der durchschnittlichen Jahresmenge vor Augen hält.
Der 10. August bildete den zweiten Niederschlagsschwerpunkt: An diesem Tag wurde bereits die doppelte Sollmenge des Monats überschritten. Am 22. August sollte dann auch der bis dahin gültige Niederschlagsrekord für den Sommermonat übertroffen werden, der mit 230,1 Millimetern bis dahin für den August 1996 galt. Anschließend wurde sogar noch der absolute Monatsrekord (262,2 Millimeter im Dezember 1993) übertroffen.
Extreme Wettergeschehen sind schon immer aufgetreten, allerdings nimmt die Häufigkeit rasant zu. Die Aufzählung der extremen Wettergeschehen allein im Verlauf des vergangenen Jahres spricht für sich: Im bisher zweitwärmsten Jahr 2006 war der Juni der bis dahin niederschlagsärmste. Der folgende Juli verfehlte dieses Prädikat nur knapp. Die Folge war eine spürbare Trockenperiode. Damit nicht genug: Der Juli mauserte sich zum bisher wärmsten Monat, überhaupt; deutliche Übertemperaturen hatten die drei Monate des meteorologischen Herbstes (September, Oktober, November), was diese Jahreszeit zu der bisher wärmsten machte. Dasselbe ist von dem dann folgenden Winter zu berichten: Der Dezember als Einzelmonat erzielte einen Wärmerekord, und es fiel erstmals nicht eine einzige Schneeflocke.
Gleichfalls lagen die diesjährigen Frühlingsmonate deutlich über dem langjährigen Temperaturmittel. In Bezug auf Wärme, Niederschlagsmenge und Sonnenscheindauer stellte der April gleich einen dreifachen Rekord auf.
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