Der Mittelpunkt des Kanusports in NRW

Mit Raftingbooten durch den Wildwasserpark. Darin liegt auch eine Chance für Hohenlimburg
Mit Raftingbooten durch den Wildwasserpark. Darin liegt auch eine Chance für Hohenlimburg
Foto: WP

Hohenlimburg..  Feuertaufe bestanden! Die deutsche Meisterschaften der Kanuten im Wildwasserpark auf der Lenne waren ein voller Erfolg. Sportlich (siehe dazu Lokalsport) und auch gesellschaftlich. Hohenlimburgs Kanu-Vater Siegfried Schulte, Vorsitzender des ausrichtenden Kanu-Clubs Hohenlimburg, darf stolz darauf sein, was an den zurückliegenden Tagen geleistet worden ist. „Ich muss mich bei allen Mitarbeitern bedanken“, sagte der 72-Jährige, der die Stunden, die er in den zurückliegenden Monaten und Tagen an der Strecke verbracht hat, nicht zu zählen vermag. „Ich bin deshalb sehr zufrieden. Es hat alles geklappt“, so Schulte, um dann zu ergänzen. „Wir haben erst vier Wochen Wasser in der Strecke, so dass es sicherlich für die Zukunft noch einiges zu optimieren gilt.“

Die Zuschauer jedenfalls erfreuten sich an den Wettkämpfen, die für den Laien aufgrund der Vielschichtigkeit nicht immer sofort zu verstehen sind: Einer-Canadier, Kajak-Einer, Zweier-Canadier - und das im Einzel- und auch als Teamwettbewerb.

Auch mit mehr als 80 Jahren interessierte sich Innenstadtbewohnerin Astrid Adam für diese Veranstaltung. Von der schlanken Metallbrücke, die den Wildwasserpark überspannt, verfolgte sie die wilden Ritte der Athleten durch Abwärts- und Aufwärtstore und somit durch den roten und grünen Stangenwald. „Ich finden das so spannend“, betont sie und freut sich, dass endlich in der Stadt mal wieder so richtig was los ist.

Dass es dazu einmal kommen würde, damit hatte Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer zwischenzeitlich nicht mehr gerechnet. „Das war der schwierigste Bau einer Sportstätte in meiner politischen Laufbahn“, versicherte der CDU-Politiker. Die Bedenken der Träger öffentlicher Belange und letztlich die Klage eines Anwohners schienen den Traum von einem attraktiven Wildwasserpark platzen zu lassen. Doch Ende gut, alles gut!

Dank an Dagmar Freitag

Der SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel vergaß nicht, darauf hinzuweisen, dass sich insbesondere die in Iserlohn beheimatete Vorsitzende des deutschen Sportausschusses, Dagmar Freitag, immer wieder um die Realisierung dieses Projektes bemüht und ihr diese Strecke sehr am Herzen gelegen habe.

Dass die Wildwasserpark jetzt auch national eine große Bedeutung besitzt, machte Kanu-Präsident Thomas Konietzko mehrfach deutlich. „Hohenlimburg ist jetzt der Mittelpunkt des Kanusports in Nordrhein-Westfalen.“