Der Dezember 2014 war ein besonders sonnenarmer Monat

Hagen..  Der Dezember lag in Hagen mit einer mittleren Temperatur von 3,0 Grad um 0,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode von 1981 bis 2010 ergab sich ebenfalls eine Abweichung von 0,5 Grad. Seit August fielen alle Monate zu warm aus. In der seit 1956 bestehenden Messreihe der Wetterstelle am Eugen-Richter-Turm blieb der Rekordwert von 5,4 Grad aus dem Jahr 2006 aber in weiter Ferne. Das tiefste Monatsmittel wurde erstaunlicherweise erst 2010 erreicht und betrug nur -3,5 Grad.

Klassische Westwindlage

Im vergangenen Monat gab es zwei Kälteeinbrüche, bei denen sogar tagsüber das Thermometer nicht über den Gefrierpunkt stieg. Zwischenzeitlich sorgten aber wiederholt Tiefausläufer für die klassische Westwindwetterlage, mit oft stürmischen Winden wurden milde Luftmassen herangeführt. Die Höchstwerte im Stadtgebiet erreichten in Holthausen 12,6 Grad und in Hohenlimburg und Fley jeweils 12,5 Grad. Die tiefsten Temperaturen lagen bei -6,8 Grad in Dahl und -6,7 Grad an der Sternwarte. Insgesamt wurden bis zu elf Frosttage und zwei Eistage (Maximum unter 0 Grad) beobachtet. Der Rekordwert liegt bei -20,0 Grad Celsius, gemessen 1978 in Halden.

An bis zu 23 Tagen wurde messbarer Niederschlag registriert. Die Monatsmenge erreichte in Dahl 124 und an der Sternwarte 95 Liter pro Quadratmeter. Gegenüber dem langjährigen Mittel wurden die zu erwartenden Monatsmengen in etwa erreicht. Erheblich nasser war es im Dezember 1993, als in Rummenohl 323 Liter Niederschlag pro Quadratmeter niedergingen. Bis heute wurde in keinem Monat eine größere Menge gemessen.

Im letzten Monat des vergangenen Jahres konnte auch der erste Schnee im Stadtgebiet verzeichnet werden. Während es selbst im Innenstadtbereich ein wenig weiß war, konnten auf den Höhen im Hagener Süden zeitweise schon knapp 10 cm Schnee beobachtet werden.

Sturm am elf Tagen

Der Dezember ist statistisch gesehen der sonnenscheinärmste Monat des Jahres. Mit nur 28 Sonnenstunden schien die Sonne im vergangenen Monat etwa 40 Prozent weniger als üblich. An 20 Tagen war die Sonne sogar überhaupt nicht zu sehen. Zum Vergleich: Im letzten Jahr schien im Dezember an 22 Tagen die Sonne und es reichte für 68 Sonnenstunden.

Der Wind wehte an 18 Tagen stark (> Windstärke 6) und an elf Tagen stürmisch (> Windstärke 8). Die höchste Windspitze erreichte 79 Kilometer pro Stunde.

Aktuelle Daten aus Hagen gibt es unter www.sternwarte-hagen.de und www.wetternetz-hagen.de