„Der Brucker Platz ist gesetzt“

Brucker Platz und Asphaltdecke
Brucker Platz und Asphaltdecke
Foto: WP

Hohenlimburg..  Die Deutschen Kanumeisterschaften und das 34. Stadtfest sind Geschichte. In Hohenlimburg kehrt nach zwei überaus turbulenten Wochenenden jetzt der Alltag und somit die Ruhe ein. Zeit, um die Planungen für die Befahrbarkeit der Innenstadt umzusetzen. Kurzfristig umzusetzen.

Ob Politprominenz bei den Kanu-Titelkämpfen oder Gäste des Stadtfestes - alle lobten die Schönheit der Innenstadt.

14 Stellplätze sind möglich

Doch wie kann diese belebt werden? Durch eine Befahrbarkeit - aber wie? Wo gibt es Parkplätze? Stadtplaner Jörg Winkler hat sich in den zurückliegenden Monaten intensiv mit diesem Thema beschäftigt. „Der Brucker Platz ist gesetzt“, lautet deshalb seine klare Aussage. „Dort sind 13 Stellplätze und ein Behindertenparkplatz möglich.“

Ob von der Bahnstraße oder vom Rathaus - die Zufahrt zum Brucker Platz ist nach Einschätzung der Verwaltung entlang der Lennepromenade unproblematisch. Sogar Begegnungsverkehr sei bei einer Fahrbahnbreite von 5,40 Metern möglich. Das dort verlegte Riemchenpflaster sei ebenfalls geeignet, für den Pkw-Verkehr freigegeben zu werden.

Autofahrer werden kreisen

Problematischer stellt sich ein strukturiertes Lösungsmodell für die gesamte Innenstadt dar. Die möglichen Parkplätze im Bereich Freiheitstraße, Lohmannstraße, Gaußstraße und Marktplatz sind versprengt. „Dort gibt es nur zwanzig Stellflächen“, wie Barbara Zimmer berichtete. „Wir dürfen nämlich keine Geschäfte zustellen.“

Die zweite Frage ist: Wie sollen diese möglichen Parkplätze erreicht werden? Mit einer Einbahnstraßenregelung? Dann tritt, so die Verwaltung, das Problem auf, dass die Autofahrer „kreisen werden“, um einen Parkplatz zu finden. Und das sei nicht sinnvoll.

Eine weitere Frage ist die Öffnungszeit der Innenstadt für den Pkw-Verkehr. Soll die Befahrbarkeit für 24 Stunden realisiert werden? „Wir können nicht bis 20 Uhr eine Befahrbarkeit herstellen und danach eine Fußgängerzone ausweisen“, so Barbara Zimmer.

Die Kardinalfrage lautet jedoch: Was kostet es, die Oberflächengestaltung der Fahrbahn der Innenstadt so herzustellen, dass diese Pkw-tauglich ist? Dazu müsste das zu weiche Porphyrpflaster gegen eine Asphaltdecke ausgetauscht und eine Fahrspur geschaffen werden. So, wie es bereits an der Freiheit geschehen ist. „Wir haben die Kosten einmal hochgerechnet“, betont Jörg Winkler und sind auf eine Gesamtsumme von rund 200 000 Euro gekommen.

Potpourri an Verhinderungsgründen

Für Frank Schmidt ist die Argumentation der Verwaltung, warum warum eine Befahrbarkeit der gesamten Innenstadt nicht kurzfristig verwirklicht werden kann, ein Potpourri an Verhinderungsgründen. Angefangen bei der ausgewiesenen Fahrbahnbreite für die Rettungsfahrzeuge. „Die vorgegebenen Breite von 5,50 Metern muss nicht überall vorgehalten werden“, versichert Schmidt. Denn bei einer geringeren Fahrbahnbreite können möglicherweise sogar mehr Parkflächen geschaffen werden.