"Der beste Verein in ganz Hagen"
27.01.2008 | 16:47 Uhr 2008-01-27T16:47:00+0100Es ist 20.11 Uhr, die Narren halten Einmarsch. Laut klatschend empfangen die Gäste den Elferrat der K.G. Grün-Weiß Haspe 1957.
Weiße Rosen fliegen durch die Luft, während das 1. Musikcorps Blau-Weiß Haspe 1959 den Ton angibt. Eine junge Frau ergattert gleich drei Rosen nacheinander, ein guter Start in den Abend.
Den hat auch Rainer Bartelheim, Präsident von Grün-Weiß, der die Karnevalsfreunde zur 50. Prunksitzung im Vereinshaus Bonifatius begrüßt. Schon mit seiner ersten Anekdote bringt er den Saal zum Lachen. Thema Bahnstreik: „Ich bin immer auf Kinderfahrkarte gefahren. Wenn der Schaffner fragt, sage ich einfach: Da können Sie mal sehen, wie lange ich auf den Zug gewartet habe.” Weiter geht's mit lokalen Angelegenheiten wie der Verschönerung der Altenhagener Brücke, aber auch mit Rauchverbot und Klimawandel.
Mit den Worten „Jetzt zeigt mal, was ihr könnt” übergibt Bartelheim anschließend dem Musikcorps die Regie. Direkt beim ersten Stück wird mitgeklatscht und bei „Viva Colonia” singt beinah der ganze Saal mit. „Ich bin ein Karnevalsfan und komme jetzt schon seit zwölf Jahren hierher. Von der Stimmung her ist das der beste Verein in Hagen”, meint Michael Kumpmann aus Witten. Er konnte einen Freund überzeugen mitzukommen. Der ist gebürtiger Hasper: „Ich wohne jetzt in Gevelsberg, aber für den Karneval hat's mich zurück nach Haspe gezogen”, erzählt Oliver Stein, für den es die erste Karnevalssitzung ist.
So gut wie den beiden Herren gefällt es auch den Karnevalisten am Nebentisch. Als die Dösköppe mit „an den Ufern der Volmestadt” loslegen, stimmen sie fröhlich mit ein. Die Damen und Herren in Rot/Weiß sind mal nicht in eigener Mission unterwegs. Da eine eigene Veranstaltung bei den Gästen vom Hohenlimburger Karnevalsverein heute nicht ansteht, sind sie bei den Haspern zu Besuch. „Wir haben eine uralte Freundschaft mit Haspe und kennen uns seit über 30 Jahren”, erzählt Präsident Peter Seuthe.
Dieter Michalski kennt Grün-Weiß Haspe seit über 30 Jahren. 15 davon war er Vereinsmitglied. „Die Atmosphäre ist sehr familiär. Hier begrüßt der Präsident die Leute noch persönlich.”
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