Der bekannte Ginkgo-Baum am CVJM ist rund 140 Jahre alt

Hagen..  In der heutigen Folge unserer Naturdenkmal-Serie geht es um den Ginkgo-Baum in der Innenstadt.

1. Standort/Erreichbarkeit: Das Naturdenkmal steht im Hinterhof des CVJM am Märkischen Ring .

2. Ausmaße: Mit seiner Höhe von über 14 Metern und einem Stammumfang von mehr als 2,5 Metern steht er unter Naturschutz. Er ist das älteste Exemplar in Hagen.

3. Geschichte: Gepflanzt wurde er nach 1870 in den Gartenanlagen der Elberschen Villa am Buschhof. Der Textilfabrikant Carl Elbers (1823-1887) war zu Reichtum gekommen und hatte sich eine schlossartige Villa, eine großzügige Parkanlage mit Hang-Terrassen und Bäumen und Pflanzen aller Art errichten lassen. Im Zweiten Weltkrieg wurden Villa und Park zerstört. Der Ginkgo überlebte – mit Granatsplittern über und über bedeckt – als Baumstumpf von vier Metern Höhe mit stark eingekürzter Krone. Als der CVJM das Gelände Anfang der 1950er Jahre übernahm, schützte man ihn – inmitten der damaligen Großbaustelle. Der Ginkgo im Hinterhof des CVJM ist nicht der Einzige in Hagen, allerdings der Älteste.

4. Abstammung: Vor 300 Jahren hat der deutsche Botaniker, Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kämpfer aus Lemgo den als ausgestorben betrachteten Baum nach Europa gebracht.

5. Besonderheiten: Der Ginkgo verbindet viele positive Eigenschaften, die ihn zu einem idealen Stadtbaum machen. Er ist widerstandsfähig gegen Umweltverschmutzungen, äußerst resistent gegen Schädlingsbefall, er verträgt Hitze, Trockenheit, Salzwasser im Winter und ist anspruchslos. Er wird als Parkbaum, Landschaftsbaum und in Gärten angepflanzt.

6. Besitzer:
CVJM