„Den Tagen mehr Leben geben“

Regine Klein und Pastor Jörg Hörster von der Freien evangelischen Gemeinde überreichten 750 Euro an Tatjana Flatt (Bildmitte) für das  Hagener Kinderhospiz Sternentreppe.
Regine Klein und Pastor Jörg Hörster von der Freien evangelischen Gemeinde überreichten 750 Euro an Tatjana Flatt (Bildmitte) für das Hagener Kinderhospiz Sternentreppe.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Heute ist bundesweit der Tag der Kinderhospizarbeit. Ein Ziel ist es, auf das Sterben und den Tod und auf die Situation von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen hinzuweisen. Deshalb wird sich der ambulante Kindeshospizdienst Sternentreppe im dm-Markt an der Elberfelderstraße mit einem Info-Stand vorstellen.

Reinerlös wird geteilt

Am Freitag informierte Tatjana Flatt, Fachbereichsleiterin Soziale Dienste der Caritas, die Mitglieder der Freien evangelischen Gemeinde an der Ziegelstraße über die Arbeit der rund dreißig ehrenamtlichen Mitarbeiter der „Sternentreppe“. Hintergrund dafür war eine Spende in Höhe von 750 Euro, die die Gemeinde im Dezember am Verkaufsstand des Lichtermarktes erwirtschaftet hatte, weitere 750 Euro waren zuvor bereits an die WP-Aktion „Hagen reicht Flüchtlingskindern die Hand“ geflossen.

Seit fast einem Dutzend Jahren ist die Gemeinde beim Lichtermarkt mit einem Stand vertreten, um selbstgemachte Marmelade, Gebäck, Strickwaren oder Holzdekorationen anzubieten. Der Reinerlös wird Jahr für Jahr gespendet.

„Ein Teil des Betrages soll in Hohenlimburg bleiben“, war auch in diesem Jahr der Wunsch der Gemeinde. Denn auch in Hohenlimburg gibt es Mädchen und Jungen mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Gegenwärtig werden im Hagener Stadtgebiet neun Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 14 Jahren von den Helfern des ambulanten Kinderhospizes Sternentreppe begleitet. „Wir können dabei dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“, versichert Tatjana Flatt

Geschwisterkinder im Hintergrund

In einem eindrucksvollen Vortrag macht sie jetzt deutlich, dass sich beim Sterben von Kindern der natürliche Lauf des Lebens umkehrt. „Dass ein Kind vor seinen Eltern und oft auch vor seinen Großeltern stirbt, ist unter normalen Umständen nicht zu erwarten. Daraus resultieren oft schwierige Auswirkungen auf das Gesamtsystem Familie. Insbesondere auf Partnerschaft und Geschwisterkinder, die oft in den Hintergrund treten.“ Mit der Spende der Freien evangelischen Gemeinde möchte die Sternentreppe einer Familie einen Urlaub finanzieren und somit oftmals schwierigen Tagen mehr Leben geben.