Das Verständnis der Eltern ist aufgebraucht

Kita-Streiks. ErzieherInnen streiken für mehr Geld. Und die, die sie eigentlich fördern sollen, für deren Wohl sie sorgen sollen, bleiben damit auf der Strecke. Und nicht nur die Kinder leiden unter dieser Situation, sondern auch Eltern, Großeltern, Arbeitgeber usw. Dabei geht es nicht darum, dass Menschen in unserer Gesellschaft nicht für mehr Gehalt kämpfen sollen und eine faire Bezahlung erreichen möchten. Es geht vielmehr um die Art und Weise, wie dieses vonstatten geht. Tausende von Kindern werden hin und her geschoben, weil Eltern ihren beruflichen Verpflichtungen trotz Streik weiter nachkommen müssen. Wie sie Geld verdienen müssen, auch, um immense Kita Beiträge bezahlen zu können, die ihnen trotz Streik nicht erlassen werden. Keinem Chef kann man permanent verkaufen, zu Hause zu bleiben oder das Kind mitzubringen. Und auch der Jahresurlaub ist mal aufgebraucht.

Insgesamt scheinen die Erzieherinnen bei ihrem Streik eines vergessen zu haben. Denn wen wollen sie eigentlich mit ihrer Vorgehensweise treffen? Die Stadt, die Kommunen? Die reiben sich die Hände und freuen sich über die Gelder, die sie durch den Kita-Streik sparen und die die ohnehin leeren Kassen vollspülen. Das in Medien oft propagierte Verständnis der Eltern ist aufgebraucht, und zwar schon lange.