Das Prinzenpaar sammelt für die Lebenshilfe
28.12.2009 | 08:00 Uhr 2009-12-28T08:00:00+0100Hagen. Die Bewohner der Lebenshilfe-Wohnstätte leben gerne in Hagen-Rummenohl. Doch so idyllisch es in dem Stadtteil auch ist – die Wohnstätte ist auf ein Auto angewiesen. Weil der jetzige Bulli in die Jahre gekommen ist, sammelt unter anderem das Hagener Prinzenpaar Geld für ein neues Fahrzeug.
Der rote Kleintransporter steht abfahrbereit in der Einfahrt der Lebenshilfe-Wohnstätte in Hagen-Rummenohl. Heute wollen ein paar der Besucher ins Phantasialand fahren. „Doch nicht nur für solche Ausflüge sind wir auf den Wagen angewiesen“, sagt Petra Bender, Leiterin der Wohnstätte. Die Bewohner fahren gerne in die Stadt oder auch in den Urlaub. Ohne Auto geht das nicht. Auch Arztbesuche, Einkäufe, der Weg zur Arbeit oder in die Musikschule – ein Auto ist ein Muss in Rummenohl.
Woanders leben möchten die Bewohner aber nicht. „Wir sind sehr froh, dass wir hier wohnen. Die Nachbarn haben uns alle sehr freundlich aufgenommen“, erzählt Petra Bender.
Rollstuhlgeeigneter Kleintransporter
Zwei Fahrzeuge hat die Lebenshilfe in Rummenohl. Doch der eine Bus ist bereits über zehn Jahre alt und die Reparaturen häufen sich. „Der Altersdurchschnitt unserer 24 Bewohner ist Mitte 40. Viele haben körperliche Behinderungen und Beschwerden. Es ist also abzusehen, dass einige künftig auf einen Rollstuhl angewiesen sein werden“, erklärt Petra Bender.
Während die Wohnstätte bereits behindertengerecht umgebaut wurde, ist der alte Kleintransporter nicht für einen Rollstuhltransport geeignet. Daher soll der neue Wagen nicht nur wieder Platz für mindestens acht Leute haben, sondern gleichzeitig rollstuhlgerecht umgebaut werden.
Karnevalsorden für den guten Zweck
Umso mehr freuen sich sowohl Wohnstättenleiterin Petra Bender als auch die Bewohner darüber, dass das aktuelle Hagener Prinzenpaar Sebastian I. und Nike I. in dieser Session für einen neuen Wagen für die Wohnstätte in Rummenohl sammelt. Von jedem verkauften Karnevalsorden geht ein Euro an die Lebenshilfe.
„Das wird bestimmt keinen kompletten Kleintransporter finanzieren, aber schon einen großen Teil dazu beitragen“, sagt Petra Bender. Die Lebenshilfe bemüht sich auch selbst um Spenden. Alle sind optimistisch, dass auch künftig Freizeitaktivitäten aber auch Pflichttermine eingehalten werden können.
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