Das Paradies auf Erden entdeckt

Mit Alarmstufe Rot ins Jahr 2015. Wie erwartet, haben wir erst spontan entschieden, wo wir auf das neue Jahr anstoßen wollten. Nachdem wir uns nachmittags noch ein wenig am Strand vorbräunen konnten, haben wir schließlich die Docklands im Hafen von Melbourne angesteuert, was definitiv eine gute Wahl war. Partystimmung auf den Booten, laute Musik von allen Seiten und Menschen aus aller Welt, die nur darauf warteten, fröhlich ins neue Jahr zu rutschen. Im Gegensatz zu Weihnachten, fühlte sich ein Silvester bei sommerlichen Temperaturen ziemlich passend an, und es kam trotz hoher Temperatur die gewohnte Stimmung auf, als pünktlich um Mitternacht das riesige Feuerwerk zündete. Es verwandelte die ganze Stadt in ein einziges Lichtermeer.

Alarmstufe Rot im Busch

Ereignisreich startete das neue Jahr für uns. Es ging für uns mit einem Road-Trip über die berühmte „Great Ocean Road“, die man auf seiner Australienreise selbstverständlich gesehen haben muss. Bei 39 Grad fuhren wir mit gut klimatisierten Autos in Richtung der „twelve apostels“. Aufgrund der heißen Temperaturen standen die Buschfeuer-Warnschilder schon auf Alarmstufe Rot. Vor Fahrten ins Inland wurde deutlich gewarnt.

An der Küste bestand jedoch erst einmal keine direkte Gefahr, so dass wir uns hier getrost in die Wellen stürzen konnten und uns zwischen den erfahrenen Surfern tummelten, die versuchten, die perfekte Welle zu ergattern. Steilküsten, endlose Strände und ein strahlend blauer Himmel - für uns hieß es: willkommen im Paradies. Doch nicht nur die Strände waren atemberaubend. Auch die Gegend ringsherum war ein absoluter Traum und auf unserer Reise war der Weg eindeutig das Ziel. Vom Ozean landeten wir geradewegs im Dschungel und konnten uns unter glitzernden Wasserfällen duschen - eines der Highlights unseres Trips.

Neben den tropischen Pflanzen stießen wir auch auf einige exotische Tiere. Allein den Geräuschen im Wald hätten wir stundenlang lauschen können. Eine Atmosphäre, die man selbst erlebt haben muss, um sie zu verstehen. Obgleich der touristische Höhepunkt der Great Ocean Road, die „Twelve Apostels“, eine eindrucksvolle Kulisse bot, entstand hier aufgrund der Massen von Besuchern nicht nur annähernd eine solche besondere Atmosphäre, wie wir sie zuvor erlebt hatten.

Balsam für die Seele

Einsame Stellen waren hingegen der reinste Balsam für die Seele und man wusste gar nicht, wie man all die Eindrücke verarbeiten sollte. Um den Kurztrip nun schließlich perfekt zu machen, konnten wir zu unserer großen Freude und Überraschung Koalas in freier Wildbahn beobachten.

In den hohen Eukalyptusbäumen klammerten sie sich gekonnt an die Astgabeln und hinderten so einige Reisende an ihrer Weiterfahrt, da wirklich keiner dem gutmütigen Lächeln der flauschigen Baumbewohner widerstehen konnte. Die größte Attraktion war ein Koala-Weibchen, welches mit ihrem Jungen durch die Äste kletterte und nicht wie ihre Artgenossen der täglichen Schlafration nachging. Mein Traum, Koalas in der Wildnis zu sehen, ging also in Erfüllung. Ein Wunder der Natur jagte das Andere. Wo man auch hinschaute, sah man die unberührte, weite und wilde Natur.

Die australische Schönheit präsentierte sich eindeutig von ihrer besten Seite. Besser hätte das Jahr nicht beginnen können. Es bleibt nur zu hoffen, dass es uns noch viele solcher Momente beschert.