„Das Internet kann Bücher nicht ersetzen“

Das Gymnasium Hohenlimburg und der Inforaum Hagen verlängerten den Kooperationsvertrag: Andrea Steffes (rote Jacke, Leiterin Stadtbücherei Hagen), Karin Michalke (schwarze Jacke, Bibliothek Fernuniversität), Ingrid Tönges (weiße Jacke, Bibliothek Fachhochschule Südwestfalen), Andreas Ringenberg (Jeanshemd, Stadtbücherei), Peter Trotier (kariertes Hemd, Lehrer Gymnasium) und Horst Witthüser (schwarze Jacke, Direktor Gymnasium).
Das Gymnasium Hohenlimburg und der Inforaum Hagen verlängerten den Kooperationsvertrag: Andrea Steffes (rote Jacke, Leiterin Stadtbücherei Hagen), Karin Michalke (schwarze Jacke, Bibliothek Fernuniversität), Ingrid Tönges (weiße Jacke, Bibliothek Fachhochschule Südwestfalen), Andreas Ringenberg (Jeanshemd, Stadtbücherei), Peter Trotier (kariertes Hemd, Lehrer Gymnasium) und Horst Witthüser (schwarze Jacke, Direktor Gymnasium).
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg..  In Zeiten des Internets versteht so mancher Schüler unter Recherche einen Klick bei Google oder Wikipedia – und schon sind alle Fakten zur Hand. „Doch es ist sehr wichtig, auf unterschiedlichen Ebenen zu recherchieren“, sagt Horst Witthüser, Leiter des Hohenlimburger Gymnasiums, „denn Lesen als grundlegende Kulturtechnik spielt auch in der modernen Medienwelt eine große Rolle.“ Deshalb arbeitet das Gymnasium seit Jahren eng mit der Stadtbücherei, der Universitätsbibliothek Hagen und der Bibliothek der Fachhochschule Südwestfalen zusammen. Gestern verlängerten Vertreter aller Institutionen mit ihren Unterschriften die Kooperation um zwei weitere Jahre.

Besuch in Bibliotheken

In den vergangenen beiden Jahren besuchten Fünftklässler des Gymnasiums die Hohenlimburger Bücherei, während die 8. Klassen die Stadtbücherei auf der Springe und die Zehntklässler die Bibliotheken der Fernuni oder der Fachhochschule Südwestfalen unter die Lupe nahmen. „Natürlich besitzt beispielsweise bei einer Facharbeit auch das Internet große Bedeutung“, kennt Witthüser die Bedeutung digitaler Medien sehr wohl, „doch Schüler sollten zumindest auf die Möglichkeiten von Bibliotheken hingewiesen werden. Denn spätestens nach dem Abitur stoßen sie an der Universität oder Fachhochschule wieder darauf.“

Die bewährte Zusammenarbeit des Gymnasiums und des Inforaums Hagen beinhaltet mehrere Kernpunkte. So soll Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Büchern und anderen Medien ermöglicht und ihnen so Lesefreude vermittelt werden. Außerdem wird mit den Schülern die Bibliotheksnutzung eingeübt, sodass sie schließlich befähigt sind, selbstständig Informationen zu beschaffen, zu bewerten und zu verarbeiten.

„Schüler wählen normalerweise den Weg des geringsten Widerstands“, kennt der erfahrene Lehrer Peter Trotier den Stellenwert des Internets bei der jüngeren Generation nur zu gut. Doch trotz des weltweiten Netzes besäßen Bücher noch immer eine große Bedeutung: „Deshalb muss man die Schüler mit der Nase drauf stoßen und ihnen die Schwellenangst gegenüber dem Buch und der Bücherei nehmen.“

Zudem gelte es laut Ingrid Tönges, Leiterin der Bibliothek der Fachhochschule Südwestfalen, die Sinne der Schüler zu schärfen, ihnen die Wege zur Beschaffung von Informationen zu verdeutlichen und sie bei der intellektuellen Aufarbeitung zu unterstützen: „Sie müssen wissen, ob etwas relevant und die Quelle seriös ist. Auch der richtige Umgang mit Informationen ist eine intellektuelle Leistung.“