Das Hagener Theater ist auf der Suche nach Partnern
12.02.2010 | 10:00 Uhr 2010-02-12T10:00:00+0100
Hagen. Die Hagener Politik diskutiert weiter über die Verbesserung der Finanzlage des Hagener Theaters. Dabei schließt sie eine Kooperation mit Häusern in der näheren Umgebung nicht aus. Mit Dortmund und Wuppertal gab es erste Sondierungsgespräche.
„Hilchenbach war keine Kooperation, sondern eine Konfusion”, erinnerte sich Dr. Hans-Dieter Fischer (CDU) im Hagener Kulturausschuss an das Orchesterabenteuer und stellte gleich klar: „Damit sind natürlich nicht sie gemeint, sondern der Ort.”
Denn Theaterintendant Norbert Hilchenbach hatte zuvor den Politikern versichert, dass sein Haus hervorragend aufgestellt sei und weit über Hagen hinaus das Publikum und die Kritiker begeistere. Die neue Reihe des Musiktheaters komme ebenso gut an wie das Ballett.
Angedachte Kooperation mit Häusern in der Umgebung
„Wir haben uns darüber hinaus in der Spielzeit sehr auf das Kinder- und Jugendtheater konzentriert, um junge Menschen an das Theater heran zu führen”, so Hilchenbach. Auch sei die vom Rat beschlossene Einsparungsmaßnahme in Höhe von 800 000 Euro weitgehend umgesetzt. Nach vielen Irritationen im vergangenen Jahr konzentriere man sich jetzt auf die neue Spielzeit und auch auf die Jubiläumsspielzeit 2011/12. „Im Rahmen des 100. Geburtstages des Hagener Theaters kann ich schon jetzt einige Extras versprechen.”
Die guten Botschaften des Intendanten konnten die Politiker aber nicht davon abbringen, über die weitere Verbesserung der Finanzlage zu diskutieren. Dazu gehört auch die bereits angedachte Kooperation mit Häusern in der näheren Umgebung. Dr. Herbert Bleicher, der erstmals als neuer Kulturdezernent die Verwaltung vertrat, gab erste Sondierungsgespräche mit Dortmund und Wuppertal bekannt.
Änderung der Rechtsform nicht vom Tisch
„Das geschieht nicht nur auf Verwaltungsebene sondern gemeinsam mit den Theaterfachleuten.” Das Land, so Dr. Bleicher, habe bereits einen höheren Zuschuss für Theaterstandorte signalisiert, die zum einen eine prekäre Haushaltslage haben und zum anderen Kooperationen eingehen. „So könnten wir Einnahmen optimieren. Natürlich nur mit Häusern in der näheren Umgebung”, griff er die einst geplatzte Orchesterkooperation auf.
Darüber hinaus ist die Änderung der Rechtsform nicht vom Tisch: „Das bringt zwar keinen Gewinn, dafür aber eine einfachere Geschäftsführung und die Möglichkeit von Zustiftungen”, so Dr. Fischer. „Wir werden das Theater weiter begleiten und das Theater soll uns noch lange begleiten”, sieht Sven Söhnchen (SPD) noch viel Arbeit auf den Ausschuss zukommen.
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