Das „Breckerfelder Modell“ hat sich wieder bewährt

Breckerfeld..  Die in die Jahre gekommene Toilettenanlage am Marktplatz ist in den letzten Monaten grundsaniert worden. Bewährt hat sich dabei das ­„Breckerfelder Modell“, durch Einsatz von „Muskelhypothek“ von Freiwilligen, Einwerbung von Spendengeldern und Sachspenden und Etatmitteln der Hansestadt Baukosten für öffentliche Einrichtungen zu verringern.

Im Mai 2015 lud Altbürgermeister Klaus Baumann Vertreter von Interessentengruppen ein, die aus unterschiedlichen Gründen ( Feste, Märkte) auf die Sanierung der in einem Anbau an das historische Bahnhofsgebäude untergebrachten städtischen Toilettenanlage angewiesen sind. Am Ende des Treffens erklärte sich der Heimatverein bereit, das Thema anzupacken und die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren.

Heimatvereinsvorsitzender Thomas Lay: „Uns ging es darum, den Bereich des historischen Bahnhofs in einem guten Zustand zu halten. „

Zunächst berieten Fachleute aus den eigenen Reihen (Horst Hoffmann und Martin Gensler) und Bauamtsleiter Joachim Fliß mögliche Lösungen. Gleichzeitig begann die Suche nach Sponsoren und Handwerkern. Thomas Lay: „Dabei unterstützten uns Gisela Heissler und ihr Partner Werner Jordt.“ Als Sponsoren wurden gewonnen: Bauernschützen Breckerfeld, Udo Baumeister, LVM Bertram, Deutsche Marktgilde, Gisela Heissler, Karl-Heinz Overhof, Provinzial Sallermann, Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld und die Stadt Breckerfeld.

Gisela Heissler holte bei den Handwerkern Kostenvoranschläge ein. Mittlerweile war Bürgermeister André Dahlhaus mit im Boot. Nach dem Vorliegen konkreter Kostenvoranschläge wurde die Grundsatzdiskussion geführt: Grundsanierung oder Abriss und Neubau. Man entschied sich für die Komplettsanierung. Freiwillige des Heimatvereins, unterstützt von Museumsverein und Stadtmarketing, sollten Abrissarbeiten im Gebäude und die Erneuerung der Decke durchführen.

Handwerker erledigten die Arbeiten in den Bereichen Mauern und Fliesenlegen, Elektrik, Sanitär und Fenster. Die Außentüren sollten erhalten bleiben. Als Freiwillige Abrissarbeiter und Erneuerer der Decke und des Innenanstrichs traten Johannes Dennda, Martin Gensler, Horst Hoffmann, Gottfried Lay, Thomas Lay, Dietmar Vesper und Hubertus Wieja in Aktion. Handwerksarbeiten übernahmen: Baufirma Gebr. Gensler, Sanitär und Heizungsbau Herkelmann, Tischlermeister Kai Windhöfel (Tischlerei Korthaus), Elektro Knut Tratzki.