Christa Tietjen tritt bei der Frauenhilfe künftig kürzer

Oestrich..  15 Jahre lang war Christa Tietjen eine freiwillige Führungspersönlichkeit in der evangelischen Frauenhilfe Oestrich-Dröschede, seit den frühen 80er Jahren ist sie dabei. Nun hat sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Verantwortung abgegeben. Logisch, dass dieser Schritt nicht geräuschlos vonstatten gehen konnte.

Die Mitglieder der Frauenhilfe sorgten am Mittwochnachmittag für einen feierlichen Rahmen im Gemeindezentrum der Diakonie, luden Pfarrerin Christine Brokmeier sowie ihren Kollegen Uwe Schulte ein, der Tietjen wünschte, dass sie durch ihren Rückzug auch tatsächlich eine Entlastung spüre. Schließlich sei es nie einfach, Verantwortung abzugeben. „Aber sie bleiben ja Teil des Ganzen. Und auch wenn Sie nichts mehr tun, gehören sie weiterhin dazu. Wir müssen auf Ihre Liebe und Fürsorge nicht verzichten.“

Überhäuft mit Urkunden, Blumensträußen und Geschenken, sagte Tietjen gerührt: „So viel habe ich gar nicht verdient, ich habe doch alles gerne gemacht – und hätte auch gerne weitergemacht.“ Führungslos werden die Frauen aber nicht sein. Christine Brokmeier verwies auf ein Team mit acht Mitgliedern, das die vielfältigen Aktivitäten der Frauenhilfe organisiere.