Chaos in Q-Park-Tiefgarage nach Silvestervorstellung in Hagen

Die Q-Park-Tiefgarage vor dem Theater: Hier mussten Theatergäste nach der Silvestervorstellung bis zu 90 Minuten auf ihre Ausfahrt warten.
Die Q-Park-Tiefgarage vor dem Theater: Hier mussten Theatergäste nach der Silvestervorstellung bis zu 90 Minuten auf ihre Ausfahrt warten.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
150 Autos gewährte die Schranke der Q-Park-Tiefgarage nach der Silvestervorstellung im Theater keine Ausfahrt. Dies sorgte für Chaos am Vorplatz.

Hagen-Mitte.. „Da steht dieses Theater unter solch immensem Finanzdruck, liefert trotzdem tolle Arbeit ab und dann dieser Ärger mit dem Parkhaus.“ Michael Plett aus Arnsberg, regelmäßiger Besucher des Hagener Theaters, erlebte mittlerweile zum zweiten Mal – nach der Silvestervorstellung im Vorjahr – wie die Schranke des Parkhauses von Betreiber Q-Park im Theater-Karree rund 150 Fahrzeugen die Ausfahrt verwehrte. 90 Minuten dauerte der Akt, für den das Stadttheater nichts konnte. „Sowas vergrault aber trotzdem Besucher“, sagt Michael Plett. Die Luft im Parkhaus sei unerträglich gewesen, schildert Plett sein Erlebnis aus der Silvesternacht.

Nach der Vorstellung, gegen 22.30 Uhr, begann das Park-Chaos. Von den 147 Stellplätzen in der Q-Park-Tiefgarage seien fast alle belegt gewesen. Nachdem die Schranke nach wenigen Minuten keine Anstalten machte, sich zu heben (offenbar ein Defekt), begann ein Hupkonzert in der Tiefgarage. Michael Plett und seine Gattin hatten es gar nicht erst geschafft, ihre Parkbox zu verlassen.

Jedes einzelne Ticket vorgezeigt

Nachdem einige Fahrer die Notrufnummer der Firma Q-Park gewählt hatten, verging weitere Zeit, bis schließlich drei Mitarbeiter mit grellen Westen im Parkhaus auftauchten. Da sei es bereits weit nach 23 Uhr gewesen. Zum Unmut der wartenden Autofahrer hätten sich die Mitarbeiter jedes einzelne Ticket – von sämtlichen Parkenden bereits am Kassenautomaten bezahlt – vorzeigen lassen, um dann mit einer Dame in der Q-Park-Zentrale zu telefonieren, die von dort für jedes einzelne Fahrzeug die Schranke per Knopfdruck geöffnet hätte. Für Plett dauerte das Spielchen 90 Minuten, ehe es auf die Heimreise nach Arnsberg ging.

Betreiber Q-Park konnte auf Anfrage unserer Zeitung noch keine Auskunft zu den Vorkommnissen geben. Besucher Michael Plett: „Im Vorjahr ist genau dasselbe passiert. Das Theater leistet unter den gegebenen finanziellen Bedingungen hervorragende Arbeit. Schade, wenn es da wohl ein strukturelles Problem mit dem Parkhaus gibt.“ Die Pletts wollen trotzdem wiederkommen, dann aber woanders nach einem Parkplatz Ausschau halten.