Cha-Cha-Cha der Superlative bei Stein
04.11.2007 | 19:59 Uhr 2007-11-04T19:59:46+0100Wehringhausen. Schon mal Cha-Cha-Cha getanzt? Nein? Schon mal an einem Weltrekordversuch teilgenommen? Auch nicht? Na, dann haben sie was verpasst.
Stellen sie sich 170 Paar Beine vor und alle bewegen sich im Takt in derselben Formation. Allein das, ein eindrucksvolles Spektakel. Stellen sie sich weiterhin vor, dass über 42 000 andere Beinpaare in genau derselben Sekunde genau die gleiche Bewegung ausführen. Dann verstehen sie die Dimension des Weltrekordversuchs beim Cha-Cha-Cha-Massensimultantanzen.
"Deutschland positioniert sich gerade", rief Wolfgang Stein, Mitglied des "Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes" (ADTV) und Inhaber des Wolfgang-Stein-Tanzcenters, seine Schülerinnen, Schüler und Gäste auf die Tanzfläche. Da war es zehn nach neun am Samstagabend.
Dann das ungeduldige Warten. "Es ist wie Silvester". Um zwölf nach neun sollte der Tanz über RTL Radio gestartet werden. Sechs Minuten sollte deutschlandweit in vielen hundert ADTV-Tanzschulen zu "Can't take my eyes of you" getanzt werden.
Etwas nervös war Wolfgang Stein schon, er hatte mit einer Anmoderation, einem Countdown gerechnet. Stattdessen wird der Song von den Soccx eingespielt und der Moderator fordert sofort zum Tanzen auf. Trotzdem ging alles gut. Auch die anspruchsvolle Choreographie für fortgeschrittene Cha-Cha-Cha-Tänzer wurde von allen (fast) ohne Fehler getanzt.
"Die letzten drei bis vier Wochen haben wir in allen Kursen nebenbei diese spezielle Choreographie geübt", erläutert Wolfgang Stein. Nein, er selbst hat vorher auch noch nie an einem vergleichbaren Rekordversuch teilgenommen und das, obwohl er seit ziemlich genau 15 Jahren sein Tanzzentrum in Hagen hat. Doch nicht nur Tänzerinnen und Tänzer aus seiner Tanzschule nahmen an dem Rekordversuch teil. Dies sei allerdings nicht ungewöhnlich. Es gäbe ja jeden Samstag eine Tanzparty und dort wären auch immer Gäste anwesend.
Die Idee für den Weltrekord ist im ADTV entstanden, genaueres lässt sich nicht mehr feststellen. Egal wer die Idee wirklich hatte, auf jeden Fall ein gelungener Höhepunkt des Welttanztages und wahrscheinlich ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde obendrein. Außerdem diente die Veranstaltung auch einem guten Zweck: Vier E gingen pro Anmeldung an die RTL Spendenorganisation "Wir helfen Kindern".
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