CDU steht weiter hinter dem Hagener Schulkonzept

Hagen..  „Die städtischen Schulen sind besser als die öffentliche Darstellung.“ Mit dieser Feststellung begegnet die langjährige Vorsitzende des Schulausschusses, CDU-Ratsfrau Ellen Neuhaus, der Kritik an der Veränderung der Schullandschaft. „Die Mehrheit des Rates war bis 2009 aus Furcht vor Protesten nicht bereit, die demografischen Veränderungen bei den Schülerzahlen aufzuarbeiten. Es brauchte das überzeugende Zahlenwerk von Wolf Krämer-Mandeau aus dem Dezember 2011, um eine schlüssige Konzeption zu entwickeln. Sie ist eine Basis für die Arbeit des Unterausschuss ,Schulentwicklungsplanung’ des Schulausschusses.“ Dort hätten sich die Mitglieder intensiv mit den Gegebenheiten vor Ort und dem durch Umfragen untermauerten Elternwille auseinandergesetzt. Im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung arbeite der Fachausschuss wenig spektakulär, weil die Fakten oft eine klare Sprache sprächen. Im Ergebnis sei es sogar gelungen, das Angebot an den verbleibenden Schulen zu verbessern.

Richtig an der Kritik sei nach Aussage des CDU-Fraktionssprechers im Schulausschuss Thomas Walter, „dass die Landesregierung zwar das dauerhafte Überleben von Hauptschulen rhetorisch zugesichert hat.“ Niemand habe allerdings die Frage beantwortet, wie man mit dem Imageverlust der Schulform umgehen solle. Von 1996 bis 2009 sei rechnerisch mehr als eine ganze Hauptschule verschwunden. Walter: „Das kann nicht ohne Folgen bleiben. Eine Informationskampagne für die Hauptschulen wollte die Landesregierung nicht finanzieren.“ So seien Eltern und Schüler mit der grundlosen Sorge zurück geblieben, ein guter Hauptschulabschluss reiche nicht für eine gute berufliche Zukunft.