Café intakt

Dieses Februar-Wochenende lieferte mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen einen Vorgeschmack, wie es zum Frühling wieder werden kann: romantisch, entspannend, genussvoll. Das Flair des Wasserschlosses Werdringen spendet Kraft abseits des Alltagsgetümmels. Entsprechend ist auch das Schlosscafé ein beliebtes Ziel all jener, die einen Ausflug zum Harkortsee, eine Wanderung am
Kaisberg oder auch eine Radtour durch das Ruhrtal mit kulinarischem Genuss abrunden
möchten.


Dennoch glauben sogar Stammgäste, dass dem Idyll im Hagener Norden Ungemach droht. Schließlich liefern sich Schlossverein und Stadt derzeit üble Ränkespiele, wie es sie in der mehr als 700-jährigen Geschichte des alten Gemäuers sicherlich zuhauf gegeben
hat. Zum Jahresende möchten
die Ehrenamtlichen ihr Engagement rund um das Herrenhaus
entnervt beenden. Wie’s weitergehen kann, steht noch in den Sternen.


Was das mit dem Café zu tun hat? Rein gar nichts, dort läuft alles wie gewohnt weiter. Dennoch glauben viele Besucher, dass dort die Kaffeetassen und Tortenstücke bereits gezählt seien. Nur zur Klarstellung: Alles Quatsch, die Ausflugsaura des Wasserschlosses bleibt erhalten – egal, was die übrigen Schlossgeister und Hofnarren so treiben. Und wenn heute die Café-Pforte geschlossen ist, bleibt dies einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass montags immer Ruhetag ist – erst Recht, wenn andernorts die Jecken regieren.