Busanbindung für den Heider Kopf
28.02.2008 | 17:07 Uhr 2008-02-28T17:07:00+0100
Breckerfeld. Der Haupt- und Finanzausschuss beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes (NVP) für den Ennepe-Ruhr-Kreis.
Uwe Tietz von der Kreisverwaltung erläuterte zunächst die Ziele, die der Kreis bei der Fortschreibung anstrebt: Danach soll das ÖPNV-Angebot verstärkt an den konkreten Bedürfnissen der Fahrgäste ausgerichtet werden und überall im Kreis Mindeststandards sichergestellt sein. Dabei haben die Verkehrgesellschaften das Leistungsangebot möglichst wirtschaftlich zu erbringen und sich an der Finanzplanung des Kreises auszurichten.
Ausführlich erläuterte er die Neuerungen, die das mit der Aufstellung des NVP beauftragte Planungsbüro nach vielen Vorgesprächen für die Hansestadt erarbeitet hat: So soll das Baugebiet „Heider Kopf” an den ÖPNV angeschlossen werden. Der Planer schlägt dazu vor, die Linie 84 der MVG durch das Neubaugebiet zu führen. Um die Busverbindung nach Hagen 5 bis 8 Minuten schneller werden zu lassen, ist die Umwandlung der Linie 512 der Hagener Straßenbahn in eine Schnellbuslinie angedacht. Das bedeutet: Die SB-Linie 512 hält nicht mehr an wenig frequentierten Haltestellen. Alle Haltestellen würde danach nur noch die Linie 84 der MVG bedienen. Die Schnellbuslinie würde durch das Neubaugebiet Wengeberg fahren.
Völlig neu ist das Bemühen, in den Sommermonaten die Glörtalsperre an den ÖPNV anzuschließen. Tietz meinte: „Dies könnte versuchsweise die Schnellbuslinie 512 übernehmen.” Wenden könnten die Busse auf dem großen Parkplatz an der Kreisstraße nach Dahlerbrück.
Zuhörer der Sitzung waren auch Vertreter der Verkehrgesellschaften, die die Hansestadt anfahren. Diese machten deutlich, dass die MVG kein Interesse habe den „Heider Kopf” anzufahren, weil die Fahrgäste aus Kierspe auf schnellstem Wege Hagen erreichen wollten. Daher sei der MVG auch die Übernahme der Schnellbuslinie auf den Leib geschneidert.
Mitglieder des Ausschusses wiesen darauf hin, dass die Einrichtung des Schnellbusses eine Verschlechterung für die Benutzer von ländlichen Haltestellen bedeutet. Auf weitere Nachfragen zur Bewältigung von Engpässen beim Schülertransport machten Vertreter der VER und der Hagener Straßenbahn deutlich, dass die Probleme durch den Einsatz zusätzlicher Busse beseitigt seien. Für den Kreis sagte Uwe Tietz zu, die Fragen der Erschließung des „Heider Kopfes” mit Bussen und die Einrichtung der Schnellbuslinie einvernehmlich mit der Stadt und den Verkehrsgesellschaften zu lösen. Im Übrigen wies er darauf hin, dass Zählungen ergeben haben, dass die Busse, die die VER durch das Baugebiet an der Berliner- und Epscheider Straße fahren lässt, kaum angenommen werden.
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