Bürgeramt bleibt bis zum 17. Juli geschlossen

Hohenlimburg..  Zappenduster war es gestern Morgen im Hohenlimburger Bürgeramt. Der Grund dafür stand in fetten Buchstaben auf einem Hinweiszettel an der verschlossenen Glastür. „Aufgrund personeller Engpässe in den Bürgerämtern bleibt das Bürgeramt Hohenlimburg am 16.06.2015 geschlossen. Das Zentrale Bürgeramt, das Bürgeramt Boele und das Bürgeramt Haspe stehen Ihnen zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis.“

Verständnis fand das Bürgeramtsteam, so die Unterzeichner dieser Infoschrift, gestern Morgen bei den Bürgern nicht. Zumindest bei jenen nicht, die am frühen Morgen nicht in der Zeitung gelesen hatten, dass die gute Amtsstube geschlossen bleibe. Denn erst am Montag hatte das Presseamt mitgeteilt, dass am gestrigen Dienstag in der Verwaltungsstelle Hohenlimburg die Bürgeramtstüren nicht geöffnet werden. Und am morgigen Donnerstag ebenfalls nicht.

Damit nicht genug! Denn vom kommenden Montag bleibt bis zum 17. Juli das Bürgeramt geschlossen.

Was aber sind Gründe dafür, dass bei einer Verwaltung, die mehr als 2700 Mitarbeiter zählt, es niemanden gibt, der für die Bürger als Ansprechpartner dienen kann?

„Es fehlt das Personal. Mitarbeiter gehen in Altersteilzeit, andere sind erkrankt oder fahren in den Urlaub. Andere haben sich innerhalb der Stadtverwaltung auf eine andere Stelle beworben, die besser bewertet wird und wandern somit ab“, lieferte das Presseamt der Stadt Hagen gestern Morgen die Begründung dafür, dass es personelle Lücken gibt, die kurzfristig nicht zu besetzen waren und auch nicht zu besetzen sind. Deshalb bliebe nur die Lösung, auch das Bürgeramt in Hohenlimburg zu schließen. Gerüchte, dass die Mitarbeiter ihre Überstunden abfeiern würden, seien definitiv falsch.

Für Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss, der fast täglich an der Freiheitstraße in seinem Büro sitzt, um ehrenamtlich die Amtsgeschäfte zu führen, ist es unglaublich, dass diese Stelle, die als zentrale Anlaufstelle für alle (Hohenlimburger) Bürger eine ungemein wichtige Funktion besitzt, nicht zu besetzen ist. „Die Planungen gehen möglicherweise dahin, die Bürgerämter für immer zu schließen. Diese sind jedoch der einzige Teil der Verwaltung, der bei den Bürgern gut ankommt. Dieser Service ist wichtig“, betonte der Bezirksbürgermeister.