Breckerfelder sollen sich mit Bürgerstiftung identifizieren
10.06.2009 | 16:42 Uhr 2009-06-10T16:42:00+0200Sie will da sein, wo sie gebraucht wird. Sie will fördern, und sie fordert zugleich. Vor allem das Engagement für andere, das in Breckerfeld eine lange Tradition hat. Die Bürgerstiftung Breckerfeld stellt sich am 18. Juni, 19 Uhr, im Martin-Luther-Haus vor. Alle Breckerfelder sind dazu eingeladen.
„Die gerade gegründete Bürgerstiftung Breckerfeld unterstützt kirchliche, kulturelle und soziale Projekte in der Hansestadt”, sagt Bürgermeister Klaus Baumann, gleichzeitig Vorsitzender der Stiftung, der betont: „Sie ist politisch völlig unabhängig, steht schon jetzt durch ihr Kuratorium, in dem sich Breckerfelder, die sich in den verschiedensten Lebensbereichen engagieren, auf einer breiten gesellschaftlichen Basis. Jeder, der unsere Bürgerstiftung unterstützen möchte, sei es finanziell oder ideell, ist willkommen.”
Die Stiftung, deren Gründungsunterlagen derzeit bei der Bezirksregierung Arnsberg liegen, geht zurück auf eine Idee des verstorbenen Gerd Reibert, ehemaliger Vorstand der Märkischen Bank. Als engagiertem Breckerfelder war ihm das Wohl seiner Heimatstadt eine Herzensangelegenheit.
Geld, das anlässlich seines Todes zusammengekommen ist, sowie erste Zustiftungen bilden den Grundstock der Stiftung. „Dieses Kapital wird bei der Märkischen Bank und der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld auf solide und sichere Art angelegt”, erklärt Vorstandsmitglied Gunter Urban, zugleich Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Breckerfeld, das Prinzip der Bürgerstiftung. „Es wird nicht angetastet. Somit ist gewährleistet, dass die Bürgerstiftung nachhaltig wirkt.” Ambitioniertes Ziel der Bürgerstiftung ist es, diesen Grundstock durch weitere Zustiftungen bis zum Ende des Jahres auf rund 100 000 Euro wachsen zu lassen.
Die Erträge, die mit diesem Grundstock erwirtschaftet werden, kommen kirchlichen, kulturellen und sozialen Projekten zu. „Vorstand, Kuratorium und ein Stiftungsrat entscheiden gemeinsam darüber, wofür das Geld verwendet wird”, sagt Vorstandsmitglied Hannelore Reibert.
Eine wesentliche Aufgabe wird es daneben in den nächsten Monaten sein, die Stiftung mit Leben zu füllen. „Dabei sind wir auch auf gute Ideen der Breckerfelder angewiesen”, sagt Gunter Urban, „uns ist wichtig, dass sich die Menschen in der Hansestadt mit ihrer Bürgerstiftung identifizieren.” So soll der Kapitalstock nicht nur durch einzelne Zustiftungen gemehrt werden, sondern auch durch Projekte, bei denen viele kleine Beiträge unter Umständen einen größeren ergeben, der wiederum der guten Sache dient.
Bei der Vorstellung der Bürgerstiftung Breckerfeld geht es darum, den Breckerfeldern die Idee der Stiftung nahezubringen. „Wir freuen uns darauf, mit möglichst vielen Menschen, die unsere und damit auch ihre eigene Sache unterstützen möchten, in Kontakt zu kommen”, sind sich die vier Vorstandsmitglieder einig. Mit Viertklässlern der Grundschule Breckerfeld, die ihr Jeki-Projekt auf der Bühne präsentieren, und Schülern der St.-Jakobus-Realschule, die ein kurzes Theaterstück zeigen, stellen sich an diesem Abend bereits junge Breckerfelder in den Dienst der guten Sache.
Der neue Flyer der Bürgerstiftung Breckerfeld, den der Designer und Fotograf Christof Wippermann gestaltet hat, wird in den nächsten Tagen u.a. im Rathaus sowie in diversen Geschäften ausgelegt.
Weitere Informationen zur Bürgerstiftung Breckerfeld erhalten Interessierte bei Hannelore Reibert unter 02338/912871.
0mitdiskutieren