Breckerfeld will Stadt des fairen Handels werden

Breckerfeld..  Bei nur einer Gegenstimme beschloss die Stadtvertretung in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause die künftige Teilnahme an der „Fairtrade Towns-Kampagne“. Dazu wurden gleich zwei konkrete Beschlüsse gefasst: Die Verwaltung wurde beauftragt, die zur Teilnahme erforderlichen Anträge bei der zuständigen Organisation „TransFair Deutschland“ zu stellen und die für die Verleihung des angestrebten Titels „Fairtrade-Town“ zu erfüllenden Kriterien zu recherchieren und zu erfüllen.

Fünf Kriterien

Zusätzlich wurde die Verwaltung beauftragt, künftig bei allen Sitzungen der Ausschüsse und der Stadtvertretung sowie im Büro des Bürgermeisters Fairtrade-Kaffee auszuschenken sowie weitere fair gehandelte Produkte (Tee, Zucker, Kakao, Orangensaft) zu verwenden. Nach der Erfüllung von fünf Kriterien und einer Prüfung durch TransFair Deutschland wird die Organisation bei einem positiven Ergebnis zunächst für zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Town“ vergeben. Nach Ablauf der zwei Jahre erfolgt eine neue Überprüfung. Dies sind die fünf Kriterien:

1. Die parlamentarische Vertretung einer Kommune beschließt ihre Teilnahme an der Kampagne.

2. Vor Ort wird eine „lokale Steuerungsgruppe“ gebildet, die die Durchführung der notwendigen Aktivitäten in ihrer Kommune koordiniert.

3. In lokalen Einzelhandelsgeschäften werden Produkte aus fairem Handel angeboten oder in Cafés und Restaurants ausgeschenkt.

4. Auch Schulen, Vereine und Kirchen schließen sich der Nutzung fairgehandelter Waren an.

5. Die örtlichen Medien unterstützen die gesamte Aktion durch ihre Berichterstattung.

In der Vorlage zu dem Fairtrade-Beschluss gab die Verwaltung bekannt, dass sich bereits am 27. Mai die lokale Steuerungsgruppe gebildet habe. Diesem Gremium gehören Erich Korntheuer, Thomas Lay, Wilfried Marsch, Klaus Peter Riebeling, Peter Weinbach, Hubertus Wieja und Ernst Günter Böving an. Die Steuerungsgruppe sei bereits dabei, die Gespräche mit den Gewerbetreibenden bzw. Vereinen und Institutionen zu führen. Initiiert wurde die Unterstützung des fairen Handels auch durch die Stadt Breckerfeld vom „Ökumenischen Arbeitskreis Eine Welt“ der beiden Jakobus-Kirchengemeinden der Hansestadt.