Ruhr 2010
Breckerfeld feiert Kulturhauptstadtwoche
08.03.2010 | 17:04 Uhr 2010-03-08T17:04:00+0100
Breckerfeld. Jetzt steht es in der ev. Jakobus-Kirche, das Kulturhauptstadtkreuz. Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde die Local-Hero-Woche in Breckerfeld eröffnet. Die Stadt ist jetzt eine Woche Mittelpunkt der Kulturhauptstadt.
Beim ökumenischen Gottesdienst zur Eröffnung der Local Hero-Woche wurde es feierlich in den Altarraum getragen. „Wir feiern die Kulturhauptstadt im Zeichen des Kreuzes”, eröffnete Pastor Claus Optenhöfel die Feierstunde. Denn der christliche Glaube habe tiefe Spuren in der Kultur unseres Landes hinterlassen, wie es auch im offiziellen Kulturhauptstadt-Gebet heißt.
Verwandlung zulassen und sich verwandeln lassen
„Breckerfeld ist ein Teil der Idee, mit Kunst und Kutur eine neue Identität für die Metropole Ruhr zu schaffen”, sagte Bürgermeister Klaus Baumann. „Bei Local Heros ist jede Kommune jeweils eine Woche lang Mittelpunkt der Kulturhauptstadt Europas”, betonte er. In der Stadt mit ihrer großen Jakobustradition werde der Schutzpatron der Pilger besonders thematisiert. Und: „Hinter jedem unserer Programmpunkte stehen Bürgerinnen und Bürger, die Kreativität, Zeit, materiellen und ideellen Aufwand investiert haben. Sie alle haben die Kulturhauptstadt und damit auch Breckerfeld zu ihrer Sache gemacht”, rief er dazu auf, die verschiedenen Angebote ausgiebig zu nutzen.
„Verwandlung zulassen und sich verwandeln lassen” machte Optenhöfel zum Thema seiner Ansprache: „Allein das Früher nährt unser Leben nicht”, müsse man neben dem, was früher wichtig war, auch fragen, was bis heute geblieben sei und wie man das für die Zukunft kreativ zum Ausdruck bringen könne. Auch Pilgern brauche ein Ziel, Zukunft, müsse irgendwo hin ausgerichtet sein.
Kulturelle Vielfalt präsentieren
„Wo Menschen sich mit Offenheit begegnen, nehmen sie sich gegenseitig als Menschen wahr. Das wünsche ich uns in dieser Woche”, betonte Pfarrer Gunter Urban. Er lenkte den Blick noch einmal auf das Kulturhauptstadtkreuz — gestaltet in der Form eines Labyrinths. „Der Weg lädt ein, Mitte zu suchen, fordert auf, zum Richtungswechsel bereit zu sein.” Das Kreuz werde in diesem Jahr in jeder beteiligten Stadt stehen, und jede werde sich mit ihrer kulturellen Vielfalt der Öffentlichkeit präsentieren.
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