Brauerei-Pläne im Rombergpark

Dortmund..  Das erste Bier aus der neuen Brauerei im Rombergpark soll spätestens in drei Jahren fließen. Das ist der Wunsch von Detlef Lotte aus der vierköpfigen Investorengemeinschaft Romberghöfe. Vorher muss zunächst die Stadt ihre Hausaufgaben machen und Baurecht schaffen. Der Bebauungsplan ist in Arbeit, nachdem zuletzt der Rat grünes Licht gab für die Neunutzung des nördlichen Teils des Botanischen Gartens.

2008 abgerissen

Es geht um ein 20 000 Quadratmeter großes Grundstück im Bereich des Alten Gutshofes Brünninghausen, der früheren Wihoga-Schulen und des alten, 2008 abgerissenen Hotels. Hier plant das Investorenteam an der gleichen Stelle des alten Hotels – mit Blick auf die freigelegten Grundmauern des einstigen Schlosses – ein Boardinghouse zur längerfristigen Anmietung von Zimmern. Das Langzeit-Hotel soll 70 bis 80 Zimmer erhalten und bis zu vier Etagen hoch werden. Dem Boardinghouse dezent vorgebaut wird ein ebenerdiger Tagungsbereich.

Zu den Materialien des Neubaus, ob Putz- oder Natursteinfassade, vermag Architekt Hans-Leo Drewes vom Büro Bauart und einer der vier Initiatoren zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts zu sagen. Und so gibt er sich auch zurückhaltend bei den anderen beiden Bauvorhaben innerhalb des ersten Bauabschnittes, dem Restaurant und der benachbarten Brauerei im Bereich der früheren Stallungen des alten Gutshofs Brünninghausen.

Die Stadt hatte ein Gutachten erstellen lassen, welche Gutsgebäude überhaupt noch erhaltenswert seien. Die frühere Rentei, der alte Pferdestall an der neuen Zufahrt zum Gelände, die die Stadt erstellen lässt, und weitere Remise-Gebäude längs der B 54 gehören nicht dazu. Inwiefern der alte Kuhstall auf der Südseite des Gutes samt Nachbargebäude, indem sich auch ursprünglich eine Brauerei befand, für die Neunutzung zu retten sind, muss geprüft werden.

Heimische Lösung

„Es wird eine Dortmunder Lösung geben“, verspricht Detlef Lotte und Hans-Leo Drewes fügt hinzu: „Wir werden auf die Geschichte des Ortes Rücksicht nehmen.“ Sollte ein Neuaufbau der Mauern an historischer Stelle für Restaurant (samt Biergarten) und Brauerei unumgänglich sein, wird er den historischen Vorbildern angepasst. Das Innere des Restaurants gestaltet sich aber nicht – so wie jetzt noch der frühere Kuhstall – zweigeschossig, sondern großzügig, nach oben offen mit Blick ins Gebälk.

Neben der benachbarten Brauerei, in der es handgefertigte Biere der Pilsener- und Export-Brauart geben soll – Wunschpartner wäre die Radeberger Gruppe –, überbrückt der Architekt den Geländeversatz mit einer breiten Freitreppe. Über sie wird der direkte Zugang zur neuen Brücke erschlossen, die im nächsten Jahr in Höhe des alten Gutshofes über die B 54 zum Phoenix-West-Gelände führen soll.

Südlich davon und auch in Höhe der bröckelnden alten Remise-Gebäude haben die Investoren viel Platz für weitere Bauabschnitte (insgesamt 11 000 Quadratmeter), die sich dann um naturnah gestaltete Höfe gruppieren. Um Romberghöfe.