Bombendrohung im Finanzamt kam aus Telefonzelle in Hagen

Bombenalarm im Finanzamt Hagen vor etwas mehr als zwei Wochen: Der Kampfmittelräumdienst des LKA aus Düsseldorf rückte an.
Bombenalarm im Finanzamt Hagen vor etwas mehr als zwei Wochen: Der Kampfmittelräumdienst des LKA aus Düsseldorf rückte an.
Foto: Hartwig Sellmann/FCD
Was wir bereits wissen
Vermutlich wird der Anrufer nicht gefunden werden. Derjenige, der vor gut zwei Wochen mit einer Bombe im Finanzamt Hagen drohte, hat aus einer Telefonzelle angerufen.

Hagen.. In ganz Deutschland wird über die Bombendrohung beim Finale von „Germanys Next Top Model“ diskutiert. Während man dort die unbekannte Frau sucht, die der Live-Übertragung der Heidi-Klum-Show ein Ende gesetzt hat, gibt es in Hagen kaum noch Hoffnung, den Mann zu finden, der für die Bomben-Drohung im Finanzamt verantwortlich ist.

Die Ermittlungen laufen noch, heißt die offizielle Antwort der Polizei-Pressestelle zum Ermittlungsstand. Nach Informationen unserer Zeitung wurde der Drohanruf am 28. April aber von einer öffentlichen Telefonzelle im Hagener Stadtgebiet aus getätigt. Die Ermittler gehen daher nicht davon aus, dass der Täter gefunden werden kann.

Bombendrohung Zur Erinnerung: Am Vormittag des 28. Aprils hatte ein bislang Unbekannter bei der Vermittlung des Polizeipräsidiums auf der Hoheleye angerufen. Er erklärte, dass eine Bombe im Finanzamt in der Schürmanstraße deponiert worden sei. Kurz danach wurde die Behörde geräumt, 200 Beschäftigte und Besucher mussten das Gebäude verlassen. Zwischenzeitlich wuchs die Spannung, weil die eingesetzten Sprengstoff-Spürhunde an einem Materialschrank angeschlagen hatten.

Spezialeinheit des LKA gab Entwarnung

Eine daraufhin vom Landeskriminalamt in Düsseldorf angeforderte Spezialeinheit inspizierte schließlich den Schrank und konnte dann erst fast sieben Stunden nach der Bombendrohung Entwarnung geben. Insgesamt wurden erhebliche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst über Stunden gebunden. Die Polizei hatte danach die Telekommunikationsdaten ausgewertet – in der Hoffnung, den Verursacher damit stellen zu können. Dazu wird es wohl nicht kommen.