Bolohschüler entdecken Karl Halle als Popstar
27.01.2010 | 16:00 Uhr 2010-01-27T16:00:00+0100
Boloh. 96 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Boloh entdeckten in dieser Woche den Hagener Komponisten Karl Halle. Hätte er nicht im 19. Jahrhundert gelebt, sondern wäre heute aktiv, er wäre vermutlich ein Popstar.
Schon ganz okay die Musik, die aus dem Radiorecorder auf der Fensterbank das Klassenzimmer im zweiten Stock der Grundschule Boloh beschallt - findet jedenfalls der neunjährige Maxym Filonenko.
Leichte Klaviermusik eines für viele viel zu unbekannten Hagener Komponisten. Seit dieser Woche haben viele der 96 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 an ihm Gefallen gefunden haben. „Karl Halle geht zur Schule” heißt das Projekt.
Am Dienstag und Mittwoch haben Bolohschüler in verschiedenen Gruppen den Komponisten, Dirigenten und Musiker etwas näher kennengelernt. Ausgedacht hat sich das Ganze die Karl-Halle-Gesellschaft mit ihrem Vorsitzenden Stefan Rewig und Ideengeberin Gitta Franke sowie Lars Tornberg. „Es ist schön, wenn bei einem Klavierkonzert hundert meist ältere Gäste der Musik von Karl Halle lauschen, aber wir wollten auch den Kindern den Hagener Komponisten näher bringen.” Und zeigen, „dass er in seiner Zeit auch eine Art Popmusiker war”, sagt Rewig.
Konzert am Sonntag als Höhepunkt
Um das Projekt für die heutige Generation spannender zu machen, wurden an der Bolohschule die Parallelitäten zwischen Halle und Michael Jackson aufgezeigt - kindgerecht. Jeweils fünf Schulstunden Zeit hatten die drei Halle-Experten dafür. Statt Geometrie und Deutsch stand für Maria Abada (9), Jana Honsberg (9) und Jan Stuhldreier Plakate malen, Texte für die Moderation lernen und natürlich Musik auf dem Plan.
Der Höhepunkt des Projektes findet am Sonntag um 14.30 Uhr statt. Ein Klavierkonzert im Stadtteilcafé in der Bolohschule mit dem Konzertpianisten Michael Zieschang, Eintritt frei. Im Anschluss präsentieren die Schüler Ergebnisse ihres Projektes bei Kaffee und Kuchen - und hoffen auf Zuspruch, auch in Form von Spenden. Karl Halle als sozialer Charakter war schließlich auch ein Thema dieser Woche. „Wir wollten ein soziales Projekt in Hagen unterstützen", sagt Rewig. Aber die Kinder wollen für Haiti sammeln. Klingt gut.
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