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Hagenerin gewinnt Prozess gegen Star-Autor

Böse Worte auf "Achse des Guten"

28.05.2008 | 17:36 Uhr

Hagen. Vor zehn Jahren machte sie als „Colt-Lady” Schlagzeilen, als sie im Freilichtmuseum um sich schoss - und Besucher erschrocken in Deckung gingen.

Inzwischen hat sich Tanja Krienen (51) auf den bekannten Spiegel-Journalisten Henryk M. Broder eingeschossen - und ihn gestern juristisch niedergestreckt. Am Dortmunder Landgericht ging nach 19 Monaten ein Zivilprozess zu Ende, der dem prominenten Publizisten, Kolumnisten, Islamkritiker und Buchautor („Hurra, wir kapitulieren”) nicht zur Ehre gereichte. Er wurde verurteilt („bei Vermeidung eines Ordnungsgeldes bis zu 250 000 Euro, ersatzweise sechs Monate Ordnungshaft”) bestimmte ehrenrührige Äußerungen über Tanja Krienen zu unterlassen und zudem von Richterin Stefanie Zohren-Böhme auch scharf angegangen: Sie bezeichnete das prozessuale Taktieren von Edelfeder Broder und seinen Anwälten als „Gerichts-Farce”.

Zugegeben: Tanja Krienen ist eine schillernde, umstrittene und streitbare Persönlichkeit. 1957 als Thomas Krienen in der Selbecke geboren, wechselte der Transsexuelle 1994 sein Geschlecht und ließ sich zur Frau umwandeln. Ein Umstand, der ihr viel Häme, Spott und Aggressionen entgegenbrachte, auch unter den Kollegen im Freilichtmuseum, wo sie seinerzeit im Verkaufsladen und an der Kasse arbeitete. „Herr Tanja” war das Witzthema im Kollegenkreis.

Im April 1998 eskalierte dort die Situation. Es war ein Schuss aus Tanja Krienens Schreckschussrevolver, der den Museumsfrieden nachhaltig störte. Für sie war es lediglich ein knalliger Hilfeschrei, die Besucher fassten es anders auf: Vor dem Platz an der Brauerei ging ein Pärchen mit kleinen Kindern panisch in Deckung. Doch die „Colt-Lady” gewann den Prozess gegen ihre fristlose Kündigung. Über ihre Vergangenheit, auch im Rotlichtmilieu, hat sie später ein Buch geschrieben: „Hammerschläge - das einsame Leben einer Verbrecherin.”

Inzwischen bezeichnet sich Tanja Krienen selbst als „Autorin, Journalistin und Allrounderin” - in Spanien brachte sie bis 2005 eine Zeitschrift mit dem Titel „Campo de Criptana” heraus, über die es dann zum Streit mit Henryk M. Broder kam. Sie hatte den renommierten Autor um Mitarbeit gebeten, er erlaubte ihr, Texte von seiner Webseite zu übernehmen. Später will er davon erfahren haben, dass Krienen angeblich „einschlägig vorbestrafte Pädophile” und „rechtskräftig verurteilte Neonazis” unterstütze. Auf der Homepage „Die Achse des Guten” hagelte es plumpe Beleidigungen gegen Tanja Krienen, die man von einem Meister des geschliffenen Wortes so nicht erwartet.

Sie sei „ein antisemitischer Schlamperich”, „einer, der nicht weiß, ob er/sie sich zum Pinkeln hinstellen oder hinhocken soll”, „ein Eunuch, dem plötzlich einfällt, welchem Umstand er seine schrille Stimme verdankt” und die Steigerung von krank: „Krank, kranker, Krienen”.

Helmut ULLRICH

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Kommentare
04.07.2008
20:09
Böse Worte auf Achse des Guten
von Gunter | #6

Ich finde es nahezu unglaublich das dieser Psychopath(in) immernoch frei rumläuft und gar Gerichtsprozesse führen darf. Soweit ich gelesen habe hat Broder gegen dieses Urteil Berufung eingelegt - spätestens dann wird diesem Spuk ein Ende bereitet.

06.06.2008
12:43
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.05.2008
22:50
Böse Worte auf Achse des Guten
von fdas | #4

Pow, ich bereue es das alles gelesen zu haben. Wenn jemand von unten anfängt, das Thema ist es nicht wert seine Augen zu bewegen, einfach nur behindert alsdkfj

30.05.2008
00:43
Böse Worte auf Achse des Guten
von Freilichtmuseum | #3

Ach Tanja, schreibst Du wieder tolle Kommentare selbst, um Broder auf diese Art einen mitzugeben und Dich selbst wichtig zu machen?

29.05.2008
23:06
Böse Worte auf Achse des Guten
von Rudolf-Gottfried | #2

Genau Frau Silberstein, denn ihr Geschnatter reicht ja in die grosse, weite Welt hinaus und beglückt die anderen Hühner.

29.05.2008
06:34
Böse Worte auf Achse des Guten
von Charlotte Silbenstein | #1

Broder als Meister des geschliffenen Wortes zu bezeichnen ist eine der üblichen Überschätzungen, die seine Mitläufer und Lobbyisten unentwegt in die Welt setzen.
Er ist ein elender *************, dessen Provokationen nicht einmal zum Gähnen reichen. Für den Spiegel und andere Käseblättchen oder den RBB reicht so etwas hin.

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