Bierflaschen auf Reinigungstrupps geworfen

Hagen/Boele..  Ohne sie wäre Karneval in Hagen undenkbar: Die Reinigungstrupps des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) kehren all den Müll zusammen, den die Narren in Boele und in der Innenstadt hinterlassen. In diesem Jahr waren es bei den beiden Zügen insgesamt mehr als sechs Tonnen. Dieses Engagement wurde den Arbeitern in Orange aber nicht von allen gedankt, wie Jaqueline Jagusch, Pressesprecherin beim Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB), weiß.

1 Wie viel Müll ist in diesem Jahr bei den Zügen entstanden?

Die Boeler haben in diesem Jahr deutlich mehr Müll hinterlassen. Waren es letztes Jahr noch 2,53 Tonnen Müll, mussten die Männer des HEB dieses Mal fast 3,5 Tonnen Abfall aufsammeln. Beim Rosenmontagszug hinterließen die Feiernden 2,57 Tonnen Unrat. 2014 waren es lediglich 1,8 Tonnen.

2 Und wie sind ansonsten die Züge in Boele und der Innenstadt aus Sicht des HEB verlaufen?

Leider mussten die 18 Männer, die mit fünf großen Kehrmaschinen und drei Kolonnenwagen am Sonntag in Boele versuchten, den Anschluss an den Karnevalszug nicht zu verlieren, auch eine traurige Bilanz ziehen: Zwei Bierflaschen wurden auf die

Fahrzeuge geworfen. Das haben wir in dieser Massivität noch nie so erlebt. Und zudem behinderten Leichtsinnige im Feierrausch wiederholt und massiv die Weiterfahrt des Reinigungstrupps.

3 Gab es in der Innenstadt ähnliche Vorfälle?

In der Innenstadt verlief der Arbeitseinsatz der Straßenreinigung, die mit neun Großkehrmaschinen, einer Kleinkehrmaschine und sechs Kolonnenwagen unterwegs war, ohne Vorfälle. Dort fanden einige der 39 eingesetzten HEB-Männer dann auch die Gelegenheit, das äußerst beliebte HEB-Maskottchen an die Kinder zu verteilen.