Bezirksvertretung distanziert sich

Hohenlimburg..  Die Bürger für Hohenlimburg haben sich jetzt in die Diskussion um den Aufsatz von Dr. Wilhelm Bleicher in den Heimatblättern eingeschaltet (diese Zeitung berichtete mehrfach) und für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung am 20. Mai einen Beschlussvorschlag erarbeitet.

Dieser lautet: Die Bezirksvertretung Hohenlimburg distanziert sich in aller Deutlichkeit vom Aufsatz über Fritz Witt in den Hohenlimburger Heimatblättern, Ausgabe Mai/2015, der das Wirken Fritz Witts im Dienste der Waffen-SS verherrlicht und einen jugendgefährdenden Charakter aufweist, insbesondere durch den Verzicht darauf, das Wirken Witts in einen kritischen Kontext zu stellen.

Den Vertrieb unterbinden

Zusätzlich wird der Heimatverein aufgefordert, den weiteren Vertrieb der Ausgabe 05/2015 der Hohenlimburger Heimatblätter unverzüglich zu unterbinden.

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg bedauert außerordentlich, dass in Hohenlimburg eine derartige Veröffentlichung erfolgt ist - dies auch noch ausgerechnet im Monat des 70. Jahrestages der Befreiung Deutschlands vom Terrorregime des Nationalsozialismus und des damit verbundenen Gedenkens an die Opfer der NS-Verbrechen.

Ebenso wird der Hagener Historiker Dr. Ralf Blank gebeten, vor der Bezirksvertretung in öffentlicher Sitzung eine geschichtliche Bewertung des in Rede stehenden Aufsatzes abzugeben.

Begründung: Die Kenntnis des Aufsatzes bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung voraussetzend, zitiert die Antragstellerin aus dem Buch „Die SS - Hitlers Instrument der Macht: Die Geschichte der SS, von der Schutzstaffel bis zur Waffen-SS“, Autor Gordon Williamson, Seiten 101 und 102, Verlag Kaiser.

Verbrecherischer Charakter

Die Auszüge mögen dazu dienen, sowohl den verbrecherischen Charakter der Waffen-SS und der Division Hitlerjugend als auch die Verführung und fatale Verblendung der Jugend durch NS-Protagonisten wie Fritz Witt näher zu beleuchten.