„Betroffene beraten und helfen anderen Betroffenen“

Dr. Joachim Dehnst (links) mit den beiden Referenten Kerstin Lohmann und Richard Matzke.
Dr. Joachim Dehnst (links) mit den beiden Referenten Kerstin Lohmann und Richard Matzke.
Foto: WP

Elsey..  Ob bei gesundheitlichen Problemen, sozialen Schwierigkeiten oder Behinderungen: In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen mit den gleichen Anliegen.

Worin die Vorteile von Selbsthilfegruppen liegen, wie man die passende findet und was bei einer Neugründung zu beachten ist, haben Interessierte jetzt im Krankenhaus Elsey erfahren. Dort referierten Kerstin Lohmann vom Paritätischen und Richard Matzke von der Stadt Hagen anlässlich der Seminarreihe „Der mündige Patient“. „In einer Selbsthilfegruppe beraten Betroffene andere Betroffene, tauschen sich aus und geben sich Tipps“, sagte Kerstin Lohmann. „Das Wissen in einer Gruppe hilft allen Mitgliedern, jeder kann die anderen verstehen und weiß, wie es ihnen geht.“

Selbsthilfe ist kein Therapieersatz

Die Selbsthilfe ist aber kein Therapieersatz, sondern eine freiwillige Ergänzung zu medizinischen Angeboten. Wer in Hagen eine Selbsthilfegruppe sucht, kann sich an die Selbsthilfekontaktstelle wenden ( 02331 / 18 15 16). Kerstin Lohmann und Richard Matzke suchen dann aus den 70 städtischen Gruppen die passende heraus. Bei der Neugründung ist einiges zu beachten: Es müssen ein geeigneter und möglichst günstiger Raum gefunden, organisatorische Aufgaben aufgeteilt und das neue Angebot beworben werden.

Auch während dieser Startphase stehen Kerstin Lohmann und Richard Matzke den Gruppen zur Seite. Für Dr. Joachim Dehnst, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, eine wichtige Aufgabe. „Oft ist es so, dass der Patient selbst seine Situation stärker beeinflussen kann als der Arzt.“