Besuchszahlen im Kunstquartier laut Studie im Mittelfeld
15.02.2013 | 08:10 Uhr 2013-02-15T08:10:00+0100
Hagen. Im Kulturausschuss ging es um die Besuchszahlen im Kunstquartier und um den „Finess-zu-Musik“-Kurs der städtischen Musikschule. An dem Zumba-Kurs nahmen 2012 gerade mal fünf (!) Hobby-Tänzer teil.
Im letzten Jahr wurden im Rahmen der Gründung des Fachbereichs Bildung Volkshochschule und Max-Reger-Musikschule zusammengelegt. Kein Wunder also, dass der neue Fachbereichsleiter Bildung, Jochen Becker, sowie die neue Leiterin der VHS , Bianca Sonnenberg, ihre künftige Ausrichtung gestern im Kultur- und Weiterbildungsausschuss (KWA) gemeinsam vorstellten. Und sich auch mit einer Stimme für das Angebot „Fitness zu Musik“ stark machten.
Aerobic und Latin
Hintergrund: Vor einem Monat hatte unsere Zeitung über das sportive Angebot der städtischen Musikschule berichtet . Die VHS bewirbt ihren Kurs wörtlich mit „Das Ganze ist eine Mischung aus Gymnastik, Aerobic, Latin, Rhythmus und Spaß an Bewegung.“ In Kurzfassung also Zumba . . . Nicht nur Betreiber von Fitness-Centern und Tanzschulen ärgerten sich über das „Wildern auf fremdem Terrain“, auch Wolfgang Röspel, Vorsitzender des KWA, und Sven Söhnchen, kulturpolitischer Sprecher der SPD, empörten sich darüber, wofür eine mit städtischen Mitteln geförderte Einrichtung ihr Geld verplempert.
Gestern wurden nun Kursteilnehmer-Zahlen der Musikschule auf den Tisch gelegt: Im Bereich Instrumental und Gesang wurden im letzten Jahr zum Beispiel 547 Teilnehmer, im Orchester und Kinderchor 100, im Musikgarten 153 gezählt. Im Zumba-Kurs „Fitness zu Musik“ tanzten fünf (!) Teilnehmer. Während Bianca Sonnenberg daraus folgerte, man bilde also keine Konkurrenz zu kommerziellen Sport-Anbietern, sah Wolfgang Röspel die Sache anders. „Wir subventionieren also mit städtischen Mitteln ein Angebot, das andere viel erfolgreicher anbieten. Das rechnet sich wohl kaum.“ Jochen Becker wird für den nächsten Ausschuss detaillierte Teilnehmerzahlen vorlegen.
Ziel: 25.000 Besuche jährlich
Auch die Besuchszahlen im Kunstquartier waren Thema im KWA: 2012 wurden 23.673 Besuche verzeichnet. Nicht zu verwechseln mit Besuchern, da auch Mehrfach-Besuche in besagte Zahl einfließen. Und auch nicht gleichzusetzen mit zahlenden Besuchern, da auch die Besuche eintrittsfreier Veranstaltungen wie Previews oder Konzerte mitgerechnet werden. In dem von Kulturdezernent Thomas Huyeng vorgelegten Bericht ist das Ziel, mittelfristig 25.000 Besuche pro Jahr zu verzeichnen, avisiert.
Der Bericht enthält auch Daten aus 2011 aus der statistischen Gesamterhebung an deutschen Museen. „Nach der Statistik des Institutes für Museumsforschung Berlin kann sich das Kunstquartier Hagen in die mittlere Kategorie der Besuchszahlen der befragten Museen in Deutschland einordnen“, so das Fazit der Studie. „Wir haben ein Kunstquartier mittlerer Größe. Die Studie macht mich sehr glücklich“, so Tayfun Belgin, Fachbereichsleiter Kultur.
18:08
Ganz herzlichen Dank, liebe Frau Hinz, für diesen wirklich ganz tollen Artikel!
Hintergrund: Wie schon vor einigen Wochen sind Sie zu Recht sehr stolz darauf, das Angebot der Musikschule als "Zumba" entlarvt zu haben. Eine investigative Leistung, die aller Ehren wert ist!
19:10
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17:29
wenn ich das fotos für den artikel schon wieder sehe, kommt es mir hoch. da stehen leute im raum, an den wänden irgendein gekleckse, und unterhalten sich. was soll das? ein hochsubventionierter treffpunkt für unterhaltungskultur? deshalb auch so wenige schulklassen im kunstquartier. was soll da schon gelernt werden? unterhaltung?
17:25
ich habe mir die zahlen von 2012 übers internet besorgt. 23673 besuche, wirklich keine zahlende, sondern auch feten usw. wie viele leute wirklich die beiden kunsttempel besucht haben, weiß man offenbar nicht. raumfläche fast 4000 qm!!! im wasserschloss werdringen mit dem archäologiemuseum gab es über 17000 besucher, zahlende also. da eintrittskarten ausgegeben werden, kann auch nicht geschummelt werden. raumfläche 700 qm!!! was sagt uns das? stadtmuseum in eilpe mit an die 9000 besucher. seit 2012 von der schließlung bedroht, davor gab es an die 20000 besucher im jahr. raumfläche 500 qm!!! man muss wirklich viel haschisch rauchen, um über diese kunstergebnisse sehr glücklich zu sein.
16:05
und ob die zahlen der "studie" stimmen, sollte auch bezweifelt werden. welches museum gibt schon gerne zu, dass es keinen interessiert?
15:05
"Die Studie macht mich sehr glücklich“
Sagt zwar nix aus, aber scheint sich gut rauchen zu lassen:-)
14:40
sind die teilnehmer der abschiedsfete für herrn k-ärger, der von dem kunstdoktor ein freundschaftpreis erhalten hat, auch unter den 23.673 besucher? auch die telnehmer von anderen freundschaftspreis-feten im osthausmuseum?
14:21
hagen ist nach wie vor pleite. warum gibt herr b. anstelle der besucherzahlen nicht mal das operative ergebnis von esm und keom bekannt? schließlich geht es nicht um besucherzahlen, sondern darum, ob es sich rechnet. wie hoch ist das jährliche defizit? wieviel besucher zahlen tatsächlich den vollen eintritt? wenn die einzige kennzahl die anzahl der besuche ist, sollte man doch ganzjährig einen freien eintritt gewähren. augen zu und durch!
12:23
Möchte man ernsthaft bei 5 Teilnehmern eine "detaillierte" Auskunft geben? Mal waren 5 da, mal nur 3, mal 4? Das ist doch lachhaft.
10:25
Da stimme ich #1 zu. Wahrscheinlich kann man noch 23.600 Besucher abziehen, wenn man Anzahl der Zahlenden ermitteln will.