Das aktuelle Wetter Hagen 14°C
Kunstquartier Hagen

Besucherschwund

02.02.2012 | 19:27 Uhr
Besucherschwund
Besucherschwund im Hagener Kunstquartier.

Hagen.Eine enttäuschende Zahl: Gerade mal 26 018 Personen besuchten im vergangenen Jahr das Kunstquartier. Zum Vergleich: 2010 interessierten sich rund 50.000 Leute (also fast doppelt so viele) für die im Karl-Ernst-Osthaus-Museum sowie Emil-Schumacher-Museum präsentierte Kunst.

Begleitprogramm

Die Zahlen gab Tayfun Belgin im Kulturausschuss bekannt. Gründe für den Besucherschwund sah der Direktor des Osthaus-Museums darin, dass zur Eröffnung des Schumacher-Museums im Sommer 2009 sowie im Kulturhauptstadtjahr 2010 ein intensives, publikumziehendes Begleitprogramm aufgelegt worden sei.

„Außerdem haben alle Ruhr-Kunstmuseen Schwund zu verzeichnen“, unterstrich Belgin.

Thema Facebook

In den kommenden Monaten wolle man, um andere, vor allem jüngere Schichten, zu ­locken, das Thema Facebook angehen. Und die geplante Einführung des Fachbereichs Bildung würde nicht nur einen Stellenabbau mit sich bringen, sondern auch eine neue Form des Kunstquartier-Marketings ermöglichen, so Belgin.

Unterstützung seitens der Stadt

Rouven Lotz, wissenschaftlicher Leiter des Schumacher-Museums, erläuterte das Programm im „100 Jahre Emil Schumacher“-Jahr, das fünf Kabinettausstellungen sowie eine große Geburtstagsausstellung enthält und forderte Unterstützung seitens der Stadt. Kulturdezernent Herbert Bleicher konterte: „Die Stadt unterstützt das Museum nicht erst seit gestern.“ Womit Bleicher wohl auch auf Lotz’ Gehalt anspielte, das zur Hälfte von der Stadt gezahlt wird.

Das neue Kunstquartier

 

Yvonne Hinz

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
23.03.2012
11:18
Besucherschwund
von zwergschatten | #16

ich bin auch total von den socken.

*ironie ein*

na sowas.

kennt jemand eigentlich friedrich indensackhauen?

ein ganz grosser künstler aus dem oberen unterdelstern, der umbedingt noch einen passenden ausstellungsrahmen benötigt.
so für 3, 4 millionen etwa.

kennt keiner ausserhalb delsterns?

egal. das wird sich ändern wenn wir erst mal die millionen verblasen haben. dafür können wir ja z.b. den muschelsalat abschaffen. der zieht zwar seit jahrzehnten besucher en masse an, aber naja, was ist das schon gegen friedhelm indensackhauen ??? den kennen sie auch nicht? das ist der bruder von friedrich, und der sollte umbedingt...naj, sie wissen schon. gefördert werden. wie verrückt.

*ironie aus*

05.02.2012
12:34
Besucherschwund
von altesholz | #15

die bilder von schumacher rausschmeißen und das stadtmuseum aus eilpe dorthinein. dann können die sehr guten ausstellungen endlich auch angemessen gezeigt werden. die stadt spart viel geld, weil die räumlichkeiten in eilpe angemietet sind, wie man hört.

05.02.2012
10:11
Besucherschwund
von kulturliebende | #14

@ harkorten Das Centrum in Eilpe und das Archäologiemuseum in Werdringen sind beide wirklich erste Anlaufstellen, wenn es um Geschichte usw. geht. Die dortigen Mitarbeiter sind ebenfalls bekannt, engagiert und fachlich ausgewiesen. Leider hat das "Historische Centrum" ein großes Problem, und das ist blond und auch in Stadt und Land bekannt. Das eine sollte man nicht immer nur über die andere betrachten.

Sie haben aber Recht, wenn Sie das Gutachten des "Verwaltungsprofessors" schon im Vorfeld bemängeln. Da kann nichts substanzielles und für die Stadt nachhaltig gutes herauskommen, da dem Gutachter die kulturellen Grundlagen einfach fehlen.

04.02.2012
09:03
Besucherschwund
von erbsenzaehler | #13

Was haben die Verantwortlichen erwartet?
Gänzlich unrealistische Zahlen wurden im Vorfeld genannt. Und jetzt wundert man sich? Was mich am meisten ärgert ist die Tatsache, daß es keine rechtliche Handhabe gibt, die Verantwortlichen für dieses Desaster am finanziellen Schadensausgleich teilhaben zu lassen.

Einen wichtigen Punkt muß man hierzu noch erwähnen:
Des Künstlers Sohn, der Herr Professor, hat den damaligen wissenschaftlichen Leiter, A. Klar, nach Wiesbaden vergrault, da er "sein" Museum nicht für andere Ausstellungsthemen öffnen wollte.
Wenn er "nur" die Werke seines Vaters ausstellt, gehen die Besucherzahlen noch weiter zurück. Aber egal, der Prunkbau steht und wird von der öffentlichen Hand allimentiert.

Willkommen in der Hagener Realsatire!

04.02.2012
08:52
Besucherschwund
von denhoorn | #12

Habe auch nichts anderes erwartet.

03.02.2012
18:21
Besucherschwund
von harkorten | #11

@ sascha76 Ein guter Vorschlag, doch Hagen hat mit dem Freilichtmuseum schon ein gut laufendes Technikmuseum und mit dem Historischen Zentrum auch ein gut laufendes Stadtmuseum. Doch das Hist. Zentrum soll nur kaputtgespart werden, um das Kunstquartier weiter zu fördern.

Unglaublich, was man auf den Rathausfluren über das Gutachten des Verwaltungsprofessors Hasenritter hört. Da werden gut laufende, eingeführte und auch überregional aufgestellte, mit Auszeichnungen versehende Kultureinrichtungen kaputtgemacht und dem Geldvernichter Kunstquartier passiert nichts außer noch mehr Geld und Personal.

Wenn da die Politik und Presse nicht endlich mal wach werden! Mit meinen Kindern bin ich jedenfalls lieber im Freilichtmuseum, im Eilper Stadtmuseum, auf Schloß Hohenlimburg und im Wasserschloß Werdringen. Ein Skandal, dass diese familienfreundlichen Angebote mit zig Schulklassen von Oberbürgermeister Dehm und der Hagener Bürokratie aufgrund eines Gutachters zerstört werden sollen. Das ist nicht mehr gutzumachen!

03.02.2012
15:58
Besucherschwund
von sascha76 | #10

Hagener, aufgepasst! So, wie man einst das ESM in höchsten Tönen lobt, wird es bald auch mit den Sekundarschulen sein. Erst wir alles schön geredet, bis ein paar Hinterbänkler endlich ihre "Löhrmann-Förderschulen" haben, und in einigen Jahren stellt sich heraus, dass die Prognosen eines Herrn Krämer-Mandeau zufälligerweise gar nicht zutreffend waren und aus den Sekundarschulen die neuen Hauptschulen (ungerechterweise auch als Restschule bezeichnet) wurden.
Beim Kunstquartier war von Vornherein klar, dass nur ein exklusiver Kreis Schumachers Kunstwerke interessant findet. Aber auch hier haben sogenannte "Experten" scharf gerechnet. Inzwischen wundern sie sich vermutlich hierüber und über die mangelnde Wahlbeteiligung.
Da ja nun das ESM da ist, sollte man die Bilder am besten verkaufen und dann irgendwas Anderes dort aufbauen, z.B. ein Miniatur-Wunderland in 1/87 oder ein Heimatmuseum oder ein Technik-Museum. Das würde auch Familien mit Kindern ansprechen.

03.02.2012
15:46
Besucherschwund
von roosterkatze | #9

War nicht andres zu erwarten. Prognosen von Phantasten und Promis die für lau rein dürfen. Und jetzt fängt der Katzenjammer an und der steuerzahler muss für das Aufhängen und Ausbewahren der Schinken löhnen ! Jetzt könnten die Befürworter doch einspringen, mit nem bisken Kohle, wa ?

03.02.2012
15:31
Besucherschwund
von jaro_pouzar | #8

Rouven Lotz....forderte Unterstützung seitens der Stadt...
Wie viel denn noch? Das Kunstquartier ist ein Fass ohne Boden. Die Jenigen, die sich überhaupt für das interessieren, was dort ausgestellt wird, werden schon längst da gewesen sein. Allen anderen scheint dieses Museum am Allerwertesten vorbei zu gehen, abgesehen von einigen Schülern, die von ihren Lehrern zum Besuch gezwungen werden, bzw. das langweilige Museum, dem noch langweiligeren Unterricht vorziehen.
Der Besucherschwund dürfte die erforderlichen Subventionen noch weiter in die Höhe treiben. Dass Herr Lotz, unter diesen Vorzeichen, noch mehr Unterstützung seitens der Stadt fordert, ist der Gipfel der Frechheit. Was tut ein wissenschaftlicher Leiter? Sich auf Kosten des Steuerzahlers ein laues Leben machen?
Ich hoffe, dass der nächste OB den Mut hat, die einzig logische Konsequenz zu ziehen und diese "Geldvernichtungsanlage" endlich schließt.

1 Antwort
Besucherschwund
von Roadrunner99 | #8-1

Auc bei einer Schliessung des ESM wird ohne Ende Geld verbrannt. Den die Stadt kann ja den Tempel nicht einfach verfallen lassen. Warum setzt sich den die Stiftung für das Museum nicht mehr ein. Hat Herr Hacker auch schon die Schn..... voll?

03.02.2012
15:09
Besucherschwund
von spatzenfreund | #7

ich war 2010 auch mal da. nur ein mal. in wuppertal habe ich die sisley-ausstellung gleich drei mal besucht, gar kein vergleich zu den hagener "kunstwerken". wundert das jemanden?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6310423/create

Aktuelle Fotos und Videos
Von Bentley bis Porsche
Bildgalerie
Oldtimerfahrt
Eintracht schlägt Sölfingen
Bildgalerie
Handball
Feuerwehr-Übung in Hagen
Bildgalerie
Jugendfeuerwehr
Dachstuhlbrand in Hagen
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Kreisel in Haßley eröffnet
Verkehr
Der fünfarmige Kreisel auf Haßley nahe an Autobahn-Anschlussstelle Hagen-Süd wurde nach achtmonatiger Bauzeit für den Verkehr freigegeben
Gaunerei bei der Hagen-Info
Gericht
Eine Mitarbeiterin der Hagen-Info soll in die Kasse der städtischen Tochter gegriffen haben. Vor dem Arbeitsgericht kämpft sie gegen ihre Entlassung.