Bestürzt über rosa Haus

Rechtsstreit um rosafarbenes Haus geht weiter. So öffnen deutsche Gerichte Tür und Tor zu jeder noch so schamlosen Erpressung, und die Stadt Hagen, also der Steuerzahler, wird zur Kasse gebeten. In erster Linie jedoch ist es der große Schaden, der durch die Baubehinderung entstanden ist und weiter entsteht, da sich die wichtige Straßenentlastung auf unbestimmt Zeit verzögert und weiterhin zum Leidwesen aller Bürger Unsummen verschlingen wird. Wann endlich schafft es ein mutiges Gericht durch einen kurzfristigen Zwangsräumungstermin ohne Widerspruchsmöglichkeit, diesem „Zirkus“ ein schnelles Ende zu setzen? Doch dieser Wunsch wird wohl Utopie bleiben.

Der Rechtsstreit ist längst zur Lachnummer in der Region geworden sind. Um den langen steinigen rechtsstaatlichen Weg weiter fortzusetzen zu können, schlage ich vor, das rosafarbene Haus erst einmal unter Denkmalschutz zu stellen und es im Zuge der Baumaßnahmen zu untertunneln. Der Prozess kann dann in Ruhe weitergeführt werden, und auch die Bauarbeiten zur Bahnhofshinterfahrung geraten nicht ins Stocken. Die Mehrkosten können von der Stadt sicher locker getragen werden, weil ja Geld in Hagen eh keine Rolle spielt (siehe Mietrückstände plus Belohnung beim Auszug)!

Wie lange müssen wir uns hier eigentlich noch vorführen lassen? Diese Leute prellen die Stadt Hagen um 100 000 Eure Miete und verlangen noch Entschädigung. Sagenhaft!

Olsberg

Mit Fassungslosigkeit und Bestürzung verfolgen mein Mann und ich die Berichterstattung über die Blockade der Bahnhofshinterfahrung in Hagen. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Mieter, der stets pünktlich seine Miete zahlt und bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf nicht den Hauch einer Chance hat, dort wohnen zu bleiben. Wie kann es sein, dass es offensichtlich keine rechtliche Handhabe gibt, dieses Haus zu räumen, dessen Abriss so elementar wichtig für den Verkehrsfluss in Hagen ist? Sollte es dem Anwalt am Ende tatsächlich gelingen, sogar eine finanzielle Entschädigung für die illegalen Bewohner herauszuschlagen, muss sich niemand wundern, wenn wirklich jeder versucht, sich wie auch immer auf Kosten des Staates oder der Allgemeinheit zu bereichern. Eine Schande.

Herdecke

Als ehemaliger Unternehmer in Hagen hatte ich mehrfach äußerst präzise Verwaltungsvorgaben zu beachten, mit denen diese Stadtverwaltung ihre Vorgaben als unumstößliche Grundsätze durch das Hagener Rechtsamt abklopfen ließ. Es ist mit einem hohen Maß von Wahrscheinlichkeit doch so, dass dieses Rechtsamt bei der Bearbeitung des ja lange bekannten, äußerst kompliziertem Sachverhalts wohl nicht verantwortungsvoll gearbeitet hat. Bittere Tatsache für die Hagener Kasse bleibt dann wieder einmal, dass nennenswerte Beträge für Mietverluste, Prämien für den Auszug und Gerichtsverfahren in der Sache auftreten. Hinzu kommen dann sicherlich sehr teure Bau-Verzögerungen mit ungeahnten zeitlichen

technischen Auswirkungen, die von der Allgemeinheit hinzunehmen bzw. zu bezahlen sind. Somit haben die derzeitigen „Mieter“ bzw. deren Rechtsvertreter unsere Stadtverwaltung schön an die Leine genommen.

Wie wäre es mit einer Karikatur?

Rahmen: Kasperl-Theater, Strippenzieher: Anwalt und Familie.

An den Strippen zappeln Justiz und Stadtverwaltung. Zuschauer: wütende Steuerzahler! Vielleicht lässt sich diese unsägliche Posse nur mit etwas Humor ertragen.

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