Beschwerdestelle einsparen

Beschwerdestelle. Bezug nehmend auf Ihren Artikel „Die Bürgerfreundin aus der OB-Etage“ vom 11. Mai möchte ich sagen, dass ich eine ganz andere Erfahrung gemacht habe.

Als ich vor etwa drei bis vier Jahren eine Beschwerde über einen städtischen Mitarbeiter wegen des Verdachts der Korruption anzeigen wollte, stand ich vor einer nicht besetzten Beschwerdestelle.


Nach einer 60-minütigen Wartezeit (trotz Öffnungszeit) erreichte die Mitarbeiterin ihr Büro. Ihrer Aussage nach war sie bei einer Kollegin zur Dienstbesprechung. Da frage ich mich: Warum Zeiten für Bürger einräumen, wenn man das Büro nicht besetzt? Die Stadt Hagen bzw. die Beschwerdestelle definiert Bürgerfreundlichkeit oder Bürgernähe wohl etwas anders als der Bürger.


Nun gut. Als ich meine Beschwerde vorgetragen hatte, wurde mir versichert, man würde sich um diesen Fall kümmern und ich würde in ca. 14 Tagen mit einem Rückruf rechnen können. Nach vier Wochen ohne jegliche Antwort der Beschwerdestelle wurde ich wieder aktiv und erkundigte mich telefonisch nach der Beschwerde. Ich bekam eine absolut unbefriedigende Antwort, die nicht der Wahrheit entsprach.


Ich konnte die Aussage wiederlegen, im Gegenzug wurde einfach aufgelegt. Beim darauffolgenden Anruf teilte mir die Dame mit, sie wolle nicht mehr mit mir sprechen.


Diese Frau erreichen täglich im Schnitt 2,5 Beschwerden. Falls die Stadt weiter sparen möchte, hätte ich einen guten Tipp: Beschwerdestelle einsparen.