Benefizkonzert hilft Corbacher 20 zu helfen

Haspe..  Die Corbacher 20 ist die Anlaufstelle in Haspe für Menschen, mit denen es das Leben, finanziell gesehen, nicht so gut meinte. Hier finden sie ein offenes Ohr, treffen andere Menschen, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen – und in der größten Not bekommen sie auch kostenlos Lebensmittel.

Birgit Kleine und Roland Kunigk kümmern sich seit 25 Jahren um die Belange der Hasper und sind dabei auf Spenden angewiesen, die sie zum größten Teil von Privatpersonen erhalten.

Im Alten Stadtbad Haspe fand am Samstagabend das zweite Benefizkonzert zugunsten der Corbacher 20 statt. Solisten des Philharmonischen Orchesters Hagen gaben mit verschiedenen Instrumenten zunächst klassische Werke von Mendelssohn-Bartholdy über Mozart bis Strauß zum Besten und gingen nach der Pause über zu einem lockereren Programm mit Liedern wie „Raindrops keep falin’“ und „The Entertainer“. Unterbrochen wurde die Musik von lehrreichen Vorträgen über die Instrumente, kleine Geschichten über klassische Musiker und Witzen. Dazwischen gab es ein reichhaltiges Buffet für die Gäste, das ebenfalls gespendet war. Entstanden ist die Corbacher 20 aus einem Projekt der evangelischen Landeskirche, das zunächst nur für fünf Jahre angesetzt war.

Nachdem das Angebot gut ankam, gründeten Birgit Kleine und Roland Kungik einen gemeinnützigen Verein und unterstützen bis heute in einer ehemaligen Kneipe in Haspe wirtschaftlich benachteiligte Menschen. Neben verschiedenen Treffen für jede Altersgruppe und unabhängig von der Konfession, bieten sie auch Beratung für verschiedene Angelegenheiten an.

Finanzielle Beratung

Dabei liegt ihr Schwerpunkt in der finanziellen Beratung, zum Beispiel bei Schwierigkeiten mit dem Hartz- VI-Antrag oder bei Schulden. Aber auch bei anderen Problemen hören der Sozialpädagoge und die Sozialarbeiterin zu, nehmen Schwellenängste und leiten Hilfesuchende zu passenden Institutionen weiter. Dabei kommen nicht nur Menschen aus Haspe, sondern aus ganz Hagen und sogar dem Umland zu ihnen, da es eine solche kostenlose Beratung in der Gegend kaum gibt.

Sie helfen Menschen, die nicht mehr weiter wissen und obwohl dieser Job ihnen einiges abverlangt haben sie Freude daran. „Nach 25 Jahren immer noch, es ist jeder Tag anders“, erklärt Roland Kunigk. Und Birgit Kleine fügt hinzu: „Wir fühlen uns angenommen und getragen, man bekommt viel zurück, zum Beispiel durch Lebensmittelspenden und Dank. Man fühlt sich getragen durch die Spender, das macht einem Mut weiterzumachen.“