Beim Aufräumen Leiche gefunden

Dortmund..  Bei Aufräumarbeiten auf dem Gelände eines Schaustellerbetriebes im Stadtteil Marten haben Arbeiter am Freitagabend eine Leiche gefunden. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine männliche Leiche, die offenbar schon mehrere Jahre auf dem Gelände lag.

„Wir haben im Moment Stillstand, da wollten wir das Gelände aufräumen“, so beschreibt einer der dort arbeitenden Männer am Samstag die Situation, die zu dem grausamen Fund führte. Zwei Container stehen auf dem Areal in Marten. Gartenabfälle und Steine liegen in ihnen – die Arbeiten waren bereits recht weit gediehen, als die Männer gegen 18.20 Uhr dann auch in einer der hintersten Ecken des Geländes Gestrüpp und Brombeeren beseitigen wollten.

Dort, in einem bis dahin stark zugewucherten Spalt zwischen einer kleinen Mauer und einem weiteren Container, stießen sie, so der Zeuge, auf einen blauen Müllsack. Als ihn einer der Männer hervorziehen wollte, habe er gestaunt, wie schwer der Sack war. Dann sei schnell klar gewesen, dass er es mit einer dort schon länger liegenden Leiche zu tun gehabt habe. Ob Mann oder Frau, sei nicht erkennbar gewesen, auffällig sei lediglich gewesen, dass einer der Turnschuhe, den die Männer sahen, recht klein gewesen sei.

Die alarmierten Beamten rückten an, auch die Spurensicherung sei vor Ort gewesen . Auch am nächsten Tag sind Spezialisten dabei, Spuren zu sichern. Damit konnte doch keiner rechnen“, sagt der Zeuge. Seit mindestens zwei Jahren habe dort hinten, er weist dabei in Richtung des Fundortes, niemand mehr etwas gemacht. Laut der zuständigen Staatsanwältin Sandra Lücke ist davon auszugehen, dass der Körper mehrere Jahre dort lag, er sei stark verwest gewesen. Aufgrund der Auffindesituation gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem Tötungsdelikt aus.

Die Identität des Opfers ist im Moment noch unklar, mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um einen Mann. „Aber auch da können wir erst von Sicherheit sprechen, wenn wir die Untersuchungsergebnisse haben“, so Lücke weiter. Der Fokus der Ermittlungen liegt jetzt zunächst darauf, die Identität des Opfers zu klären. Was in dieser Situation sehr schwer ist.

Große Zeitspanne

Da ist einerseits die große Zeitspanne von mehreren Jahren, die zwischen Ablage und Fund liegt. Andererseits gibt es viele Richtungen, in die ermittelt werden muss: Es habe, sagen Nachbarn, vor einigen Jahren öfter Probleme gegeben. Auf dem Gelände sei von den häufig wechselnden Mitarbeitern teilweise exzessiv mit Alkohol gefeiert worden.

Andererseits sei das Gelände, so ein Mitarbeiter, tagsüber meist offen zugänglich gewesen. Schon häufiger seien ungebetene Gäste angetroffen oder ihre Hinterlassenschaften gefunden worden.