Beethovens einzige Oper packt den Menschen

Feiert am Samstag am Theater Premiere: Fidelio.
Feiert am Samstag am Theater Premiere: Fidelio.
Foto: Theater

Hagen-Mitte.. „Mozart steht für das Göttliche, Beethoven für das Menschliche. Das Menschliche packt den Zuhörer noch mehr.“

Generalmusikdirektor Florian Ludwig will mit seiner Bemerkung Mozart keinesfalls abwerten („Ich liebe auch Mozart-Werke sehr“), sondern unterstreichen, wie ergreifend und dicht die Beethoven-Oper Fidelio auf den Zuhörer wirkt. Mit großen Ouvertüren und kleinen sinfonischen Dichtungen.

Am Samstag feiert Fidelio – übrigens Ludwig van Beethovens einzige Oper – Premiere am Theater. Zuletzt wurde Fidelio 1990/91 am Hagener Haus aufgeführt.

Fidelio wird zu Leonore

Es geht um Liebe, Freiheit und vor allem um Hoffnung: Im Mittelpunkt der Handlung steht Fidelio, der in Wirklichkeit Leonore heißt, sich aber als Mann verkleidet auf die Suche nach ihrem Mann Florestan macht. Sie findet ihn im Gefängnis, wo Florestan getötet werden soll. Leonore gibt ihre Verkleidung auf und stellt sich schützend vor ihren Mann. Durch den ankommenden Minister werden die beiden gerettet. Doch es ist kein Happy-End, denn die beiden waren viele Jahre getrennt voneinander, die Hoffnungen von einst sind dahin.

Fidelio wurde 1805 mit mäßigem Erfolg in Wien uraufgeführt. Das Problem der Oper lag auf der Hand: Im Vergleich zur großartigen Musik fielen die Texte deutlich ab. Daher gab es auch etliche Neufassungen. Die Hagener Fassung wird durch einen neuen Text der vielfach ausgezeichneten Autorin Jenny Erpenbeck ergänzt. Sie erschafft eine alte Leonore, die in Rückblicken auf ihre Liebe blickt.

Gregor Horres hat die Oper inszeniert, für die Dramaturgie zeichnet Dorothee Hannappel verantwortlich, das Bühnenbild stammt von Jan Bammes. Gregor Horres verspricht: „Nach der Freude kommt das Leiden – diese Botschaft wird dem Publikum eindrucksvoll vermittelt.“

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