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Richtfest am Westfalenbad

Bauprojekt der Superlative

05.06.2009 | 18:07 Uhr
Bauprojekt der Superlative

Ischeland. Fast 7500 Kubikmeter Beton sind verarbeitet, dazu 1300 Tonnen Betonstahl. Der Rohbau, der zu 95 Prozent fertig ist, lässt weit mehr erkennen als die Konturen des neuen Westfalenbades.

„Ein herausragendes Zentrum für Schwimmen, Sport, Freizeit und Wellness”, wie Christoph Köther, Geschäftsführer der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft gestern beim Richtfest feststellte.

Budget wird eingehalten

Die Arbeiten liegen nach Problemen bei der Gründung und einem langen Winter weitestgehend im (leicht korrigierten) Zeitplan, das Budget von 30 Millionen Euro wird nicht gesprengt und die Innenarbeiten laufen bislang ohne Probleme. Obwohl eines der größten deutschen Bäder mit zahlreichen Attraktionen ohne Probleme entsteht, hielt sich Köther mit Superlativen bewusst zurück. „Wichtig ist uns, dass die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Und wenn wir mit einer solchen wirtschaftlichen Maßnahme gleichzeitig die Attraktivität von Hagen steigern - umso besser.”

Das Solebecken im neuen Westfalenbad befindet sich vor dem Freizeitbereich.

Der HVG-Chef sieht das Projekt, das sowohl Familien, Hobbyschwimmer aber auch Ambitionierte ansprechen soll, insgesamt auf einem guten Weg: „Deshalb”, so Köther, „bin ich auch optimistisch, dass unser Plan aufgehen wird, hierfür jährlich rund eine halbe Millionen Besucher zu begeistern.”

Kunden von außerhalb

Ein erheblicher Teil dieser künftigen Kunden soll von außerhalb kommen. „Wir wollen neue Kundenkreise erschließen, die bisher unsere Stadt nicht mit einem solchen Erlebnis in Verbindung gebracht haben”, erklärte Bürgermeisterin Brigitte Kramps eine der wesentlichen Ideen, die hinter dem gigantischen Neubau stecken, „ganz eigennützig wollen wir auch wirtschaftliche Erfolge erzielen, das Ergebnis von Hagenbad also deutlich und kontinuierlich verbessern.”

Bis zu 180 Handwerker arbeiten künftig gleichzeitig am Innenausbau des Westfalenbades.

In wenigen Wochen beginnen bereits die Arbeiten am Außenbereich. Dann nimmt auch der großflächige Saunabereich, der von außen nicht einzusehen sein wird, Gestalt an. Der Ischelandbach, der ehemals in einem Rohr unter dem Freibad hergeführt wurde, wird renaturiert und verläuft künftig am Rande des Westfalenbad-Geländes.

Die Bauarbeiten selbst sollen Mitte/Ende Februar abgeschlossen sein. Eine vier- bis fünfwöchige Testphase, in der Technik, Becken aber auch Abläufe geprüft werden, schließt sich an. Eröffnet werden soll das Westfalenbad nach derzeitigem Stand Ende März 2010.

Jens Stubbe und Michael Kleinrensing (Fotos)

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08.06.2009
23:05
Bauprojekt der Superlative
von pieknopf | #7

jo, und wie viele kommen mit dem auto?
und das dann umsonst parken ist wie woanders, glaub ich nicht.
die kreuzung alexanderstr-boelerstr. ist ohnehin hochbelastet. landgericht und fuhrparkstr -die einfahrtswege auch streckenweise überlastet.
vielleicht machen sie deshalb grad das kopfsteinpflaster dort weg.
ich bin gespannt, würd dann nicht nach do oder is fahren, aber wohl mit pkw anreisen.
ich würd gern wissen, wieviele der besucher zu fuss, mit dem fahrrad oder dem bus anreisen.
kommen da auch schulklassen hin?
es bleibt spannend, und da ist ja noch irgendson konjunkturpaket.

07.06.2009
09:41
Bauprojekt der Superlative
von meineMeinung2 | #6

Ich stehe diesem Bauprojekft auch sehr kritisch gegenüber! Preiserhöhungen? Ich kann mich gut an die vollmundige Aussage erinnern, dass es zu keinerlei Erhöhungen kommen soll.

Zudem habe ich einen Vorschlag für die Erholungssuchenden im Bereich Ischelandteich sowie die Anwohner des Bereichs Pfefferstück, zur Heide und Stadionstr. zu machen: Diese sollten für mindestens ein Jahr freien Eintritt erhalten - als Entschädiung für den seit Wochen fehlenden Erholungswert bzw. erhebliche Belästigung durch Bausfahrzeuge und aufgerissene Straßen. Es kann doch nicht angehen, dass aufgrund dieses überdimensionierten Baus der Spazierweg um den Teich herum nicht mehr gewährleistet ist. Sehr negativ sehe ich auch das Verschwinden der Papiercontainer auf dem kleinen Parkplatz am Stadion an, bzw. das plötzliche Verschwinden des kompletten Parkplatzes.

07.06.2009
08:22
Bauprojekt der Superlative
von erbsenzaehler | #5

Natürlich müssen neue Kundenkreise erschlossen werden. Denn die Preise wird sich eine mehrköpfige Familie wahrscheinlich nicht oder nicht allzu oft leisten können.
Aber 500.000 Besucher / Jahr?

Ich laß mich überraschen.

06.06.2009
15:59
Bauprojekt der Superlative
von Meinemal | #4

Für den Besuch der Claudius-Thermen in Köln habe ich vor 5 Jahren 12 Euro für 4 h Aufenthalt bezahlt (incl. Sauna + blabla). Wenn man dazu noch Essen geht, kommt man locker auf 25 Euro Gesamtkosten. Heute dürfte der Preis wg. Gebühren- und Lohnerhöhungen vielleicht bei 18 Euro Eintritt liegen. So, eine halbe Millionen Deppen soll also demnächst zu diesem Preis im neuen Westfalenbad planschen. Geht natürlich nur, wenn der Aufschwung angekommen ist, keine Finanz-/Wirtschaftkrise existiert und nach der Wahl die MWST nicht auf 25 % ansteigt. Verblödung brich bahn !

06.06.2009
11:51
Bauprojekt der Superlative
von Pete2009 | #3

Ich finde die Idee gut - ein Bad statt vieler Bäder in Hagen - da wäre doch eh keiner mehr mit Buss und Bahn hingekommen, wenn die jetzt alle Buslinien zusammenstreichen. Die eine Linie zu dem einen Bad werden die sich in Hagen sicher noch leisten können....

05.06.2009
21:56
Bauprojekt der Superlative
von Surfkind | #2

Ich sehe es wirtschaftlich auch eher pessemestisch.

Vergleich: Wuppertal Bergische Sonne finde ich teuer

Remscheid mit 5,40 für 2 Stunden finde ich ganz okay, aber die haben ja auch viel zu bieten. Freibad, Innen-Außensole, Dampfbad, Schwimmbad, Spielbad, Mini-Welle, Whirlpools, Innenrutschen und parken ist da umsonst.


Mal sehen was dann das Bad in Hagen nimmt
Was ich bis jetzt vom Westfalenbad gelesen habe empfinde ich einen Preis von 4,60 (Ferien, Wochenend, Feiertag + 0,90 €) als Maximum für angemessen.

05.06.2009
18:41
Bauprojekt der Superlative
von vorhaller jung | #1

Wenn Herr Köther tatsächlich glaubt das über eine halbe Million Besucher jährlich das Bad nutzen , stelle ich mir schon die Frage ob er etwas geraucht hat. ! Das Ergebnis von HagenBad positiv darzustellen dürfte allerdings nicht schwer fallen. Kirchenberg zu, willy Weyer entfällt und die angedachten Preiserhöhungen dürften ausreichen das Minus von fast 6 Millionen zu verringern.

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