Baupläne werden endlich eingereicht

Das  Wohnhaus soll zu einem stationären Hospiz umgestaltet werden.
Das Wohnhaus soll zu einem stationären Hospiz umgestaltet werden.
Foto: WP
Am Dienstag wird für das geplante stationäre Hospiz in der Rheinstraße der Bauantrag samt Brandschutzkonzept bei der Stadtverwaltung eingereicht. Das Projekt scheint damit die letzte Hürde zu nehmen.

Hagen..  Alle hoffen, dass es nun tatsächlich in Kürze zum ersten Spatenstich kommt: Am Dienstag soll für das geplante stationäre Hospiz in der Rheinstraße der Bauantrag samt Brandschutzkonzept bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Das Projekt, das Menschen ein würdevolles Sterben ermöglichen soll und das von vielen Hagenern unterstützte wurde – allein die Leser unserer Zeitung hatten bei der Weihnachtsaktion 2012 mehr als 92 000 Euro gespendet – scheint damit die letzte Hürde zu nehmen. Zuletzt hatte es Verzögerungen gegeben, weil Nachbarn mit juristischen Mitteln das stationäre Hospiz verhindern wollten.

Und auch als dieser Streit zugunsten des Hospizes beendet war, dauerte es noch bis zum jetzigen Bauantrag. „Doch uns war und ist es wichtig, vollständige Pläne beim Bauamt einzureichen, damit es im Nachhinein nicht zu noch mehr Verzögerungen kommt“, betont Brigitte Passoth, die Vorsitzende der Klaus-Korte-Stiftung, die das Haus und erhebliche finanzielle Mittel in das Projekt einbringt. „Die Verbindung des mehrgeschossigen Altbaus mit dem geplanten einstöckigen Neubaus ist eine besondere Herausforderung.“

Zum Hintergrund: In der Rheinstraße 3 wird ein stationäres Hospiz mit acht Patienten- und zwei Gästezimmern errichtet. Sterbende Menschen sollen in dem Haus in Würde ihre letzten Tage und Wochen verbringen können. Die Betreibergesellschaft setzt sich aus dem Förderverein stationäres Hospiz Hagen, dem Pflege-Unternehmen Wohlbehagen sowie der Diakonie Mark-Ruhr zusammen. Mit der Hagener Caritas wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Leser unterstützen Hospiz mit 92 000 Euro

Das Hospiz wird in die bestehende Garten- und Wohnbebauung am Ischeland integriert. „Ein Hospiz gehört zum Leben dazu. Ich hatte, als die Nachbarschafts-Querelen bekannt wurden, ein Angebot, das Hospiz in einem Industriegebiet zu errichten, aber das kam für die Stiftung nicht in Frage“, unterstreicht Brigitte Passoth.

Die Gesamtkosten, die im Herbst von der Stiftung noch mit 1,13 Millionen Euro beziffert wurden, liegen jetzt bei geschätzten 1,8 Millionen Euro. „Es ergeben sich im Zuge jeder Feinplanung nötige Änderungen“, erklärt die Stiftungsvorsitzende. So enthält die jüngste Planung zum Beispiel die Kosten für einen Aufzug, der den Keller, in dem ein Pflegebad für die Patienten eingerichtet werden soll, mit Erd- und Obergeschoss verbindet.

Betriebe sichern Unterstützung zu

Brigitte Kramps, 2. Vorsitzende des Fördervereins, lobte die Hilfsbereitschaft, die dem Hospiz-Team entgegenschlage. So wolle die Telekom die Telekommunikation im Gebäudekomplex kostenlos bzw. kostengünstig installieren. „Und auch Zusagen von Betrieben, Badezimmer und Küche extrem günstig einzurichten, liegen uns vor.“

Allerdings müssten für das ­Hospiz alle Aufträge ausgeschrieben werden, so das beauftragte Architekturbüro Schäfer.