Bahn schließt eine Millionenlücke

Lüdenscheid..  Die Deutsche Bahn plant, die Reaktivierung der Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Lüdenscheid-Brügge bis zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 abzuschließen, so dass erstmals die Fahrgäste ohne Umstieg von Köln über Gummersbach nach Lüdenscheid mit der RB 25 fahren könnten.

Einer Mitteilung der Bahn zufolge sei zwischenzeitlich auch eine Finanzierung der nach dem Ergebnis der Vorplanung entstandenen Mehrkosten von rund zehn Millionen Euro durch die DB Netz AG sichergestellt worden. „Wir freuen uns darüber, dass es uns nach intensiven Gesprächen gelungen ist, die doch erheblichen Mehrkosten zu finanzieren“, so Guido Göldner als Leiter der Regionalnetze im Regionalbereich West der DB Netz AG.

Schneller ins Rheinland

Die wichtigsten noch durchzuführenden Maßnahmen zur Reaktivierung sind der Umbau von insgesamt 19 Bahnübergängen, der Ausbau des Bahnhofs in Kierspe zu einem Kreuzungsbahnhof, der Umbau des Bahnhofs Brügge, der Umbau des Bahnhofs Oberbrügge (Bahnsteig und Zuwegung), der Bau eines elektronischen Stellwerks sowie signaltechnische Maßnahmen. Voraussetzung für die Einhaltung des Zeitplans bleibt aber, dass es zu keinen Planfeststellungsverfahren kommt. Bei eventuellen Klagen drohten weitere Verzögerungen über Jahre, heißt es bei der Bahn.

Auch der Verkehrsvertrag zwischen dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und DB Regio NRW ist inzwischen unterzeichnet. „Insgesamt wird die DB Regio NRW ab Betriebsaufnahme bis Dezember 2033 jährlich rund 250 000 Zugkilometer im Abschnitt Meinerzhagen-Lüdenscheid zusätzlich erbringen. Dafür werden durch DB Regio neue Triebwagen der Baureihe LINT 81 der Firma Alstom beschafft“, hieß es seitens der Bahn. Künftig werde zwischen Lüdenscheid und Köln ein Stundentakt angeboten, die Fahrzeit beträgt circa zwei Stunden. Im Bahnhof Brügge würden kurze Übergänge in Richtung Hagen/Dortmund zwischen der Oberbergischen Bahn (RB 25) und der Volmetalbahn (RB 52) hergestellt. Alle Stationen und Umstiege sind für den Lückenschluss barrierefrei geplant.