Bagger rollen im November
02.11.2009 | 17:12 Uhr 2009-11-02T17:12:00+0100
Hagen. Der Umbau der Suppenküche startet in wenigen Tagen.
Bauunternehmer und Handwerker stehen in den Startlöchern, denn in den nächsten Tagen wird die Baugenehmigung eingehen. Und dann geht es endlich los mit dem dringend benötigten Anbau der Suppenküche am Märkischen Ring 101.
Viel Zeit sei ins Land gezogen, räumt Jens Haasen, Vorstandsmitglied der Suppenküche, ein, um sogleich Gründe für die Verzögerung des Baubeginns zu nennen: Aufgrund der erfreulich hohen Summe von 118 000 Euro, die bei der WP-Weihnachtsaktion 2008 zusammengekommen seien, könne der Anbau nun größer und funktionaler als ursprünglich angedacht ausfallen, „im Klartext - es mussten neue Pläne angefertigt und erweiterte Anträge bei Bauordnungsamt und Feuerwehr eingereicht werden”, so Haasen.
Gastraum wird größer
Der Anbau wird jetzt 45 qm groß, davon werden 30 qm unterkellert, und der Gastraum wird zur Freude der Suppenküchen-Besucher sowie der ehrenamtlichen Mitarbeiter um 20 qm vergrößert. „Mitte November wird die Baugrube ausgehoben, Ende November die Betonplatte gegossen und der Kellerrohbau erstellt”, sagt Haasen. Elektriker und Installateur stünden ebenso parat wie die jungen Leute vom Lehrbauhof, die das Ständerwerk, also die Holzkonstruktion samt Fenstern, bauen würden.
Vordach
Der Eingangsbereich wird funktional umgestaltet und ein großes Vordach, das die hungrigen Besucher vor Wind und Regen schützt, soll angebracht werden. Außerdem wird die dringend erforderliche räumliche Trennung von Essens- und Lebensmittel-Ausgabe vollzogen werden.
Doch wie sollen während des Umbaus die pro Öffnungstag bis zu 500 Portionen Suppe oder Eintopf von den ehrenamtlichen Mitarbeitern gekocht und ausgegeben, wie die Lunchpakete zusammengestellt werden? Und das alles in der ungemütlich-kalten Herbst-Winter-Zeit?
Provisorium
Von den ursprünglichen Plänen, ein provisorisches Zelt vor der Suppenküche aufzustellen, scheint man abgerückt zu sein. „Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk suchen wir eine praktikable Lösung für ein Provisorium”, erläutert Jens Haasen. „Wir überlegen, eine zeitlang in Luther's Waschsalon oder ins Jugendpfarramt umzuziehen. Auf jeden Fall kümmern wir uns auch während der Um- und Anbaubauphase um unsere bedürftigen Gäste.”
08:17
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20:10
Bei allem Engagement für die wachsende Zahl von Armen darf nicht vergessen werden wem wir Hartz IV zu verdanken haben.