AWo: „Wir sind gesprächsbereit“

Diese beiden Häuser der AWo stehen am Trappenweg leer. Frühestens Ende 2017 sollen sie zu Seniorenwohnungen umgebaut werden.
Diese beiden Häuser der AWo stehen am Trappenweg leer. Frühestens Ende 2017 sollen sie zu Seniorenwohnungen umgebaut werden.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Die Arbeiterwohlfahrt ist bereit, die Stadt Hagen bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu unterstützen. Das versicherten gestern Jörg Richard, stellvertretender Geschäftsführer des AWo-Bezirks Westliches Westfalen, und Birgit Buchholz von der AWo Hagen / Märkischer Kreis. Nur: Bislang ist weder die Verwaltung noch die Politik an den „armen Träger“ herangetreten und hat nachgefragt, ob die beiden leerstehenden Häuser am Trappenweg genutzt werden können. „Wir sind gesprächsbereit und werden einen solchen Antrag der Stadt Hagen ergebnisoffen prüfen“, so Richard.

Senioren sind 2014 ausgezogen

Zwei Fragen hatte Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) nach der Diskussion im „Adler“-Restaurant zur Unterbringung der Flüchtlinge aufgeworfen (diese Zeitung berichtete). Zwischenzeitlich hat er diese Fragen zu einem konkreten Antrag für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung (25. Februar, 16 Uhr Rathaus Hohenlimburg) umformuliert. Mit Bitte um Klärung, warum es bislang noch nicht zu einer Einigung mit dem Hohenlimburger Bauverein über die Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge gekommen ist. Bauvereins-Geschäftsführerin Marion Golling hatte die Vorwürfe, ihre Gesellschaft sperre sich gegen eine Bereitstellung von Wohnraum, energisch dementiert und auf laufende Gespräche mit der Stadt Hagen verwiesen.

Auch die beiden AWo-Immobilien am Trappenweg 8 und 10 hat Frank Schmidt (BfHo) als alternative Unterbringungsmöglichkeit ins Gespräch gebracht. Diese Gebäude, die im Jahr 1985 fertiggestellt worden sind, dienten fast dreißig Jahre als Seniorenzentrum. Zum Sommer des vergangenen Jahres wurden sie freigezogen, weil für die Bewohner im Wesselbachtal in dem grundsanierten und erweiterten AWo-Haus eine moderne Bleibe geschaffen worden war.

Mittelfristig Seniorenwohnungen

Seit diesem Zeitpunkt sind die beiden Häuser am Trappenweg verwaist. Bislang hatte sich die AWo Westliches Westfalen noch nicht detailliert dazu geäußert, in welcher Form diese Immobilie wann und wie genutzt werden soll. Im Gespräch waren im vergangenen Jahr Seniorenwohnungen. Das bestätigte Jörg Richard gestern noch einmal. Es sei dazu aber noch keine Bauvoranfrage gestellt. Aus diesem Grund werde mit einer Umsetzung dieser Idee nicht in den beiden kommenden Jahren begonnen.

Für eine kurzfristige Aufnahme von Flüchtlingen bieten sich die 48 Einzelzimmer und sechs Doppelzimmer somit an. Sie verfügen über ein eigenes Bad / WC und einen Flur. Sechzig Bewohner fühlten sich dort drei Jahrzehnte wohl. Doch die Aufteilung auf zwei Häuser mit zwei Speisesälen erforderte einen hohen Personalschlüssel. Insbesondere in der Betreuung in den Nachtstunden, so dass sich die AWo für den Einhaus-Standort in der Wesselbach entschied und für den Trappenweg eine andere Lösung vorbereitet.