Autofahrer flieht rückwärts vor der Polizei

Dortmund..  Um einer Polizeikontrolle zu entgehen, hat ein Betrunkener in der Nacht zu Sonntag auf der Dortmunder Schnellstraße OWIIIa den Rückwärtsgang eingelegt. Mehrere hundert Meter flüchtete er rückwärts vor der Polizei, bevor er gegen die Schutzplanke prallte. Doch selbst dann wollte der 36-Jährige nicht aus dem Auto steigen

Gegen 0.45 Uhr am Sonntag wollte eine Streifenwagen-Besetzung einen schwarzen Honda am Ende der OWIIIa in Höhe der Straße Bärenbruch kontrollieren. Der Fahrer stoppte - und legte dann den Rückwärtsgang ein. Mit Blaulicht verfolgten die Polizisten den Wagen. Immer wieder mussten andere Autofahrer dem Honda ausweichen, so die Polizei in einer Pressemitteilung.

Scheibe eingeschlagen

Mehrere hundert Meter fuhr der Mann rückwärts über die Kraftfahrstraße, kam immer wieder von der Fahrbahn ab, bis er dann in Höhe der A45 an der Anschlussstelle Dortmund-Hafen gegen die Schutzplanke prallte. Das Auto stand still, der Motor lief noch immer, die Beamte wollten den Honda-Fahrer kontrollieren - doch der Mann weigerte sich, aus dem Wagen zu steigen. Er blieb sitzen und ignorierte laut Polizeipressestelle das Streifenteam.

Was tun? Die Polizisten griffen zum äußersten Mittel - und schlugen die Seitenscheibe der Fahrertür ein. Gemeinsam zogen sie den Rückwärtsfahrer aus dem Honda und nahmen ihn fest. Weshalb der Mann vor der Polizeikontrolle geflüchtet war, wurde schnell klar. Offensichtlich hatte der 36-jährige Dortmunder deutlich zu viel getrunken. Jetzt erwartet ihn eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs - den Führerschein nahmen ihm die Beamten ab.