Austausch zum Thema multiresistente Erreger

Hagen..  Das Hagener MRSA-Netzwerk hat sich nach fünf Jahren die neue Bezeichnung MRE-Netzwerk (Multiresistente Erreger) gegeben. Dies ist eines der Ergebnisse des dritten Zusammentreffens von beteiligten Fachkräften aus der Alten- und Krankenpflege im ambulanten und stationären Bereich, zu dem Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser zählen.

Zusammenarbeit wichtig

Auf Einladung von Dr. Claudia Sommer vom städtischen Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz sowie Andreas Kintrup von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (Abteilung Versorgungsqualität) hatten 40 Pflegekräfte, 15 Ärzte und zehn Hygienefachkräfte aus Hagener Kliniken im Rathaus getagt, um sich fachlich zum Thema multiresistente Erreger auszutauschen. Wichtige übergeordnete Aspekte der Veranstaltung waren dabei die Übergänge zwischen den genannten Versorgungsstätten, die nur durch Zusammenarbeit gefahrlos gelingen könne.

Neben MRSA seien es heute besonders die multiresistenten gram-negativen Stäbchenbakterien, sogenannte MRGN, die gegen immer mehr Antibiotika unempfindlich seien. Zum Schweregrad der Antibiotikaunwirksamkeiten werde dabei von eins bis vier unterschieden. Bei 4MRGN bestehe die höchste Gefahr für Patienten an Lungenentzündungen, Harnweg- und Wundinfektionen sowie Blutvergiftungen lebensgefährlich zu erkranken. Es seien dann fast keine Antibiotika mehr wirksam. MRE stehe dabei für Multiresistente Erreger und fasse die MRGN und MRSA mit ein.

Entscheidend sei in der Alten- und Krankenpflege, einschließlich notwendiger Transportdienste, das Wissen um die Infektionsgefahr beim Patienten sowie notwendige Hygienemaßnahmen und deren strikte Einhaltung. Haus- und Fachärzte seien dabei oft das Scharnier zu den anderen Versorgungsbereichen.

Zum dritten Mal in Hagen

Die gemeinsame Konferenz, die neben den so genannten Hagener Hygieneforen jetzt schon zum dritten Mal in Hagen stattfand, bildet dabei die Plattform zur Kooperation, ganz im Sinne gefährdeter Patienten.